Dieses Thema im Programm:
Im Namen der Bahn entschuldigte sich Grube bei den Opfern der ICE-Katastrophe.
Auszüge aus der Ansprache von Rüdiger Grube zum 15. Jahrestag der ICE-Katastrophe von Eschede:
"An diesem Ort heute auf die Stunde genau vor 15 Jahren hat sich das schlimmste Unglück der deutschen Eisenbahngeschichte ereignet. 101 Menschen haben ihr Leben verloren. (...) Binnen weniger Sekunden haben Eltern ihre Kinder verloren, Ehepartner sind verwitwet, Kinder sind zu Waisen geworden, Familien wurden schlichtweg zerstört. (...) Uns alle mahnt die Erinnerung an das Unglück an die Grenzen und Risiken technischer Hochleistung. (...)"
"Die Erinnerung der Angehörigen verblasst nie, ebenso wenig wie das Bedürfnis, den geliebten Menschen zu gedenken. Deshalb haben wir in Abstimmung mit der Selbsthilfe Eschede beschlossen, die Gedenkwand neu zu gestalten. Das neue Material, echter Granit, erkennt an, dass die Narben, die das Unglück verursacht hat, auch nicht verschwinden werden. (...)"
"Wir, der Vorstand der Deutschen Bahn, und auch mein Kollege und damaliger Vorstandsvorsitzender Johannes Ludewig, der unter uns weilt (...), sind uns des großen Leides bewusst, das Opfern und Hinterbliebenen durch den tragischen Unfall widerfahren ist. Wir haben sicherlich auch Fehler gemacht. Wir bedauern die Geschehnisse in Eschede zutiefst. Stellvertretend für den gesamten Vorstand möchte ich den Hinterbliebenen, den Verletzten und Leidtragenden unser zutiefst empfundenes Mitgefühl aussprechen. Wir können den Unfall nicht ungeschehen machen. Aber wir wollen uns für das entstandene menschliche Leid bei Ihnen entschuldigen. Auch wenn wir dadurch nichts ungeschehen machen können, bitten wir Sie, unsere Entschuldigung anzunehmen, sie kommt wirklich von ganzem Herzen."