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Der Widerstand in Bildern

von Lisa Lütkefedder und Lars Gröning, NDR.de

Tausende Fotos entstehen, wenn der Castor-Transport dieser Tage durch das Wendland rollt. Medienfotografen, Demonstranten und Polizisten drücken auf den Auslöser ihrer Kamera. Die Bilder sind am Ende so unterschiedlich wie die Blickwinkel der Fotografen. Eine gemeinsame Sprache wollen indes die zwölf Fotografen der Agentur "PubliXviewinG" in ihren Bildern ausdrücken. Sie sehen sich als Teil der Anti-Atom-Bewegung.

Bilder so schnell wie möglich

Ihr Ziel ist es, die Ersten zu sein. Wenn Demonstranten und Polizei aufeinandertreffen, wollen sie schnell professionelle Bilder liefern. Denn das Bild ist mächtig, mächtiger als das Wort - davon sind die Fotografen von "PubliXviewinG" überzeugt. Sie werden begleitet von Bildgestaltern und sind stets mit einem mobilen Übertragungswagen vor Ort, wenn etwas passiert. Sie werten die Bilder der Fotografen aus und stellen die besten sofort ins Internet. Große Tageszeitungen und Magazine wie "Der Spiegel" nutzen den Service ebenso wie die Anti-Atom-Initiativen. Die Fotos sind für alle kostenlos.

Ein gutes Bild erzählt eine Geschichte

Andreas Conradt, Gründer der Fotografengemeinschaft "PubliXviewinG", ist mit seinen Kollegen mitten im Geschehen der Castor-Demonstrationen.

Alle arbeiten aus Idealismus

Andreas Conradt hat die Fotoagentur 2006 gegründet. Der Bildjournalist, der im Wendland lebt, verdient seinen Lebensunterhalt unter anderem damit, sogenannte Erlkönige - sprich: Vorabexemplare von Autos, bevor sie in Serien-Produktion gehen - zu fotografieren. Einen Teil des Geldes steckt er in die Organisation von "PubliXviewinG". Auch die anderen Mitglieder arbeiten aus Idealismus. Sie sind aus ganz Deutschland angereist, um den Castor-Transport ins Bild zu setzen.

"Wir dokumentieren"

Zwei Kinder sitzen auf einem Traktor, an dem ein Schild "Wir zeigen Polizei- und Atomstaat die rote Karte!" befestigt ist. © PubliXviewinG Fotograf: Karin Behr Detailansicht des Bildes "PubliXviewinG" wollen keine Effekthascherei betreiben, sondern dokumentieren - wie zum Beispiel den Widerstandsnachwuchs. Dokumentation statt Effekthascherei steht für die Fotografen von "PubliXviewinG" an erster Stelle: "Wir sind auf der Suche nach ehrlichen Bildern" sagen sie. Effekthascherei hingegen sei die Aufgabe von Pressefotografen. "Wir dokumentieren", sagt Hanno Polomsky. Der 28-jährige Stuttgarter hat Erfahrung mit der Fotografie von Protest-Aktionen. Er lebt in Stuttgart, der Streit um Stuttgart 21 ist sein Dauerthema.

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Castor-Transport 2011
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Ein Polizist blickt auf einen Lkw, der einen Castor-Behälter ins Zwischenlager Gorleben bringt © dapd Fotograf: Nigel Treblin
 

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