Gorleben-Betreiber will Strahlung reduzieren
Einen Ausfall des geplanten Castor-Transports im November will der Gorleben-Betreiber verhindern - und schnell eine Lösung für das Strahlenproblem am Zaun der Anlage finden. mehr
Die Polizei ist nach eigenen Angaben durch die erhöhten Strahlenwerte verunsichert. (Archivbild)
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) in Niedersachsen ist durch die erhöhten Strahlenwerte am Atommüll-Zwischenlager in Gorleben (Lüchow-Dannenberg) verunsichert. Der Landesvorsitzende Thomas Kliewer forderte am Sonntag den geplanten Castor-Transport im Herbst zu stoppen, wenn nicht alle Zweifel für eine mögliche gesundheitliche Gefährdung beseitigt seien. Bei den vergangenen Transporten seien einige Beamte im Zwischenlager untergebracht gewesen.
Das niedersächsische Umweltministerium hatte die Betreiber des Zwischenlagers aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um einen besseren Schutz vor Radioaktivität zu gewährleisten. Erst wenn die Messergebnisse gesenkt werden können, dürfen neue Castoren auf dem Gelände eingelagert werden. Offiziell steht der Termin für den nächsten Transport noch nicht fest. Ministerpräsident David McAllister hatte den vorerst letzten Transport allerdings für November angekündigt.
Am Sonntag haben nach Angaben der Initiatoren rund 100 Atomkraft-Gegner symbolisch das Zufahrtstor des Erkundungsbergwerks in Gorleben blockiert. Unter den Teilnehmern sollen rund 20 Abgeordnete des Bundestags, des niedersächsischen Landtags, des Europaparlaments sowie Kommunalpolitiker des Landkreises Lüchow-Dannenberg gewesen sein. Die Polizei sprach von insgesamt 70 Teilnehmern.
Die Demonstranten forderten erneut, die Erkundung des Salzstocks sofort einzustellen, weil er nachweislich nicht für die Lagerung radioaktiven Materials geeignet sei.