Bekennerschreiben nach Brand in Vechelde
Feuer zerstörte den Stall der umstrittenen Hähnchenmastanlage. (26.07.2011) mehr
Das Dach der Hähnchenmastanlage wurde durch das Feuer erheblich beschädigt.
Im östlichen Niedersachsen ist erneut ein Brandanschlag auf eine im Bau befindliche Hähnchenmastanlage verübt worden. Ziel der Täter war diesmal ein Gebäude in Schnega im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Die Polizei geht nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen davon aus, dass das Feuer aus politischen Motiven gelegt wurde. Ein Sprecher sagte, der Verdacht liege nahe, da die Hähnchenmastanlage von Tierschützern heftig kritisiert wurde.
Brandstifter haben in Schnega eine im Bau befindliche Hähnchenmastanlage angezündet. Die Polizei prüft mögliche Zusammenhänge mit ähnlichen Bränden in Niedersachsen.
Die Ermittler schließen nicht aus, dass es sich um dieselben Täter handelt, die im Juli 2010 den Brand in einer Mastanlage in Sprötze (Landkreis Harburg) gelegt hatten. Ein Bekennerschreiben liegt der Polizei anders als im damaligen Fall allerdings nicht vor. Ähnliche Brände hatte es zudem in Vechelde und Mehrum im Landkreis Peine gegeben.
Der Schaden an dem Gebäude beträgt mehrere zehntausend Euro.
Das Feuer in dem fast fertig gestellten Stallgebäude in Schnega war bereits in der Nacht zu Montag ausgebrochen. Die Täter hatten offenbar an mehreren Stellen Brände gelegt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei benutzen sie dabei Brandbeschleuniger. Durch die Flammen wurde die Dachkonstruktion beschädigt, aufgrund des regnerischen Wetters konnte sich das Feuer aber nicht weiter ausbreiten. Es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.
40.000 Tiere sollten demnächst in der Hähnchenmastanlage untergebracht werden. Die umstrittene Anlage war erst im Juli genehmigt worden. Tierschützer befürchten massive Geruchsbelästigung und gesundheitliche Gefahren durch Keime, die von dem Maststall in die Luft abgegeben werden. Aus Protest gegen die Anlage hatten im Juni rund 20 Tierschützer einen Acker im Landkreis Lüchow-Dannenberg besetzt.