Immer wenn der Storch kommt
Quer durch die Lüneburger Heide läuft die Storchenstraße. Und hier bekommt man besonders oft die seltenen Vögel zu sehen.
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Storchenexperten beobachten schon seit mehreren Jahren, dass "Adi" bereits im Januar oder Februar heimkehrt.
Da ist er wieder. Der erste Storch des Jahres ist nach Informationen der "Lüneburger Landeszeitung" auf einem Hausdach in Artlenburg (Landkreis Lüneburg) gelandet. Und wie immer ist der Artlenburger Adebar Monate vor seinen Artgenossen zurück: "Adi" kehrt seit Jahren früher nach Niedersachsen zurück - sehr zur Sorge von Tierschützern wie Hubert Horn.
Horn ist Storchenbeauftragter des Naturschutzbundes (Nabu). Er kümmert sich um die Belange der Vögel mit dem schwarz-weißen Gefieder. "Wahrscheinlich überwintert der Artlenburger Storch in Deutschland, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen oder Südniedersachsen", sagte Horn NDR.de. Dort haben, vermutet der Experte, vermeintliche Vogelfreunde Futterstellen aufgestellt, an denen sich der Storch in den kalten Monaten laben kann. "Das bringt den ganzen Zeitplan der Natur durcheinander", findet Horn. Normalerweise kämen Störche erst Anfang April aus Afrika und Spanien zurück in den kalten Norden. "Adi" hingegen habe man teilweise schon Mitte Januar in Artlenburg gesichtet, bestätigt auch sein Nabu-Kollege Hans-Jürgen Behrmann.
Hundertprozentig sicher können sich Horn und seine Kollegen allerdings nicht sein, was den Artlenburger Storch angeht: Er ist nicht beringt. Im kleinen Flecken in der Nähe von Lüneburg ist die Freude über den Rückkehrer trotzdem groß. Schließlich ist damit der erste Vorbote des nahenden Frühlings schon mal vor Ort.