Wanka ehrt Harzer Wasserregal
Seit 2010 steht das Harzer Wasserregal auf der Liste der erhaltenswerten Welterbestätten. Am Dienstag hat Kulturministerin Wanka offiziell die UNESCO-Welterbe-Urkunde übergeben.
Video starten (00:28 min)Es gilt als eines der größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme der Welt. Die "Oberharzer Wasserwirtschaft" - ein historisches Energieversorgungssystem aus mehreren Hundert Jahren Bergbau im Harz. Ein einzigartiges Kulturdenkmal. Das Welterbe-Komitee der UNESCO ordnet die Wasserwirtschaft gar als so einzigartig ein, dass es das Kulturdenkmal vor zwei Jahren offiziell als Weltkulturerbe anerkannte. Seit Sommer 2010 steht die Oberharzer Wasserwirtschaft zusammen mit dem Bergwerksmuseum Rammelsberg und der Altstadt von Goslar, auf der Liste der besonders erhaltenswerten Welterbestätten. Am Dienstag hat das Land Niedersachsen bei einem Festakt in Clausthal-Zellerfeld nun offiziell die Urkunde übergeben.
Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) hat die Urkunde anlässlich einer Feierstunde in der hölzernen Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld überreicht. Das Schriftstück hatte sie von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen zugeschickt bekommen. Das Papier weist offiziell aus, was bereits vor zwei Jahren verkündet worden war, dass nämlich die Oberharzer Wasserwirtschaft in die Liste der besonders schützenswerten Kulturdenkmäler der Welt aufgenommen ist. Dabei handelt es sich genaugenommen um eine Erweiterung der bereits 20 Jahre zuvor als Welterbe anerkannten Denkmäler Bergwerk Rammelsberg und der Altstadt von Goslar.
Der Erfolg des Kulturerbe-Antrags ist maßgeblich auf Reinhard Roseneck zurückzuführen. Der vor wenigen Wochen verstorbene Landesdenkmalpfleger hatte den Antrag mit großem Enthusiasmus vorangetrieben. Alle drei Harzer Welterbe-Bestandteile - Wasserwirtschaft, Goslarer Altstadt und der Rammelsberg - werden gemeinsam von einer Stiftung mit Sitz in Goslar verwaltet und vermarktet. Die Stiftung, die lange Zeit einen Direktor gesucht hatte, will die touristische Vermarktung nun verstärkt vorantreiben.