Volkswagen - das ist heute weit mehr als Golf, Käfer & Co. Der Wolfsburger Konzern hat auf seinem Weg an die Weltspitze mehrere andere Autobauer unter seine Fittiche genommen. Unter dem Dach der Konzernmutter befinden sich mittlerweile neun höchst unterschiedliche Marken.
VW ist die Stammarke der Wolfsburger. Nach den Anfängen im Schatten der Nazi-Zeit war der VW Käfer auch in der Bundesrepublik nicht aufzuhalten. Der Golf setzte diesen Siegeszug fort.
Das bekannteste Pferd im großen Volkswagen-Stall ist neben VW wohl Audi. Die Marke gehört seit 1964 zu VW. Audi, bereits 1909 von August Horch gegründet, glänzt seit Langem mit sehr guten Geschäftszahlen - selbst im Krisenjahr 2009 gab es einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro.
Die Marke Skoda gehört seit 1991 zum Volkswagen-Konzern. Der tschechische Automobilhersteller, der bereits 1895 gegründet wurde, ist auf unseren Straßen vor allem mit dem Octavia und dem Fabia vertreten.
Seat bleibt das Sorgenkind in der VW-Familie. Die Marke gehört seit 1986 zum Volkswagen-Konzern, schrieb aber auch 2009 rote Zahlen. Deswegen gibt es auch immer wieder Gerüchte, dass sich VW über kurz oder lang von den Spaniern wieder trennen könnte.
VW hat die Markenrechte der französischen Edelschmiede Bugatti seit 1998 im Besitz. Mit dem neuen Veyron werden in erster Linie PS-Fans mit einem XXL-Geldbeutel angesprochen. Der Mega-Flitzer kostet sportliche 1,3 Millionen Euro.
Lamborghini, die italienische Sportwagenlegende mit dem Kampfstier im Logo, lässt seit 1998 unter dem Dach der Volkswagen AG die Herzen der PS-Fans schneller schlagen. Lamborghini ist dabei eine 100-prozentige Tochter von Audi. Das Unternehmen gibt es seit 1948.
Die englische Traditionsmarke Bentley befindet sich seit 1998 im Besitz von Volkswagen. Der offizielle Hoflieferant der britischen Königin litt besonders unter der Autokrise und schloss das Jahr 2009 mit einem Verlust von 194 Millionen Euro ab.
Der Grundstein der Marke Nutzfahrzeuge bei Volkswagen wird 1950 mit der ersten Produktion des VW Transporter - besser bekannt als Bulli oder VW Bus - gelegt. Der Transporter wird heute im Werk in Hannover in mittlerweile fünfter Generation gebaut.
Scania ist im VW-Konzern zuständig für die richtigen Schwergewichte. Die Lkw- und Bus-Spezialisten aus Schweden blicken auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück, die im Jahr 1900 ihren Anfang nahm. Zwischenzeitlich gehörte Scania dem Autobauer Saab, mittlerweile besitzt aber VW die Merheitsanteile.
Derzeit hält Volkswagen 49,9 Prozent der Porsche AG. Rein rechtlich ist der Sportwagen-Mythos damit noch nicht Teil des Konzerns. De facto aber geschieht in Zuffenhausen nur wenig ohne die Zustimmung aus Wolfsburg. Porsche soll zehnte Marke im Konzern werden, sobald die letzten juristischen Hürden beseitigt sind. Die allerdings sind noch erheblich.