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Uslar kämpft für sein Krankenhaus

Operationsbesteck während eines chirurgischen Eingriffs © dpa/picture-alliance Fotograf: Jan-Peter Kasper Detailansicht des Bildes Im Uslarer Krankenhaus ruht ab Donnerstag das OP-Besteck. In ländlichen Gebieten wird es zunehmend schwieriger, flächendeckend eine gute ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Das bekommt man auch am Krankenhaus in Uslar im Solling zu spüren. Dort hat nach dem Fortgang des Oberarztes nun auch der Chefarzt der chirurgischen Abteilung fristlos gekündigt. Die Folgen: Die Chirurgie wird zumindest vorübergehend geschlossen, die Patienten müssen in anderen Kliniken der Umgebung operiert werden. Am Mittwochabend hat ein Uslarer Aktionsbündnis vor dem Alten Rathaus für den Erhalt des Krankenhauses demonstriert. 

Bürger demonstrieren für Klinik

Rund 500 Menschen sind für den Erhalt "ihres" Krankenhauses auf die Straße gegangen. Das teilte Uslars Bürgermeisterin Martina Daske (parteilos) mit. Im Anschluss an die Kundgebung stimmten die Demostranten für eine Resolution. Darin fordert ein Aktionsbündnis unter anderem die Neueinstellung eines Chirurgen und eine Krisensitzung des Aufsichtsrates der Klinik. Die Suche nach neuen Ärzten gestaltet sich nach Angaben des Geschäftsführers Wilfried Gründel jedoch schwierig. Als Gründe nannte er den generellen Ärztemangel, außerdem sei das Uslarer Krankenhaus wenig attraktiv.

Zu klein zum Überleben?

Das Uslarer Krankenhaus kämpft seit vielen Jahren ums Überleben, inzwischen gehört es zum hessischen Klinik- und Rehazentrum Lippoldsberg. Inzwischen soll es in der Uslarer Klinik laut Medienberichten nur noch einen Arzt geben, Assistenzärzte fehlen und die Bettenzahl soll auf 38 gesunken sein. Eine Grund- und Akutversorgung der Patienten ist so kaum möglich. Genau die sei aber in Uslar wichtig, sagt Bürgermeisterin Martina Daske (parteilos): "Sie brauchen eine Dreiviertelstunde bis zum nächsten Krankenhaus. Das ist viel zu lang." Auch die Rettungsdienste könnten dies nicht ausgleichen.

Große Sorge bereitet Bürgermeisterin Daske  auch die fehlende Unterstützung vom Landkreis Northeim und dem Land. Dort sei das Krankenhaus bereits totgesagt. Das sei ihr in persönlichen Gesprächen mitgeteilt worden.  

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Eine Hand hält ein Skalpell. © Okapia Fotograf: Jeffrey Telner
 

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