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Reise zur Sonne beginnt in Südniedersachsen

Ein NASA Bild von der der Sonne. © http://www.nasa.gov/multimedia/imagegallery/image_feature_1197.html Fotograf: NASA Detailansicht des Bildes 2017 soll sich "Solar Orbiter" auf den Weg zur Sonne machen. Viel Arbeit kommt auf das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Katlenburg-Lindau (Landkreis Northeim) zu. Denn die Europäische Weltraumagentur hat eine spektakuläre Reise zur Sonne genehmigt und das Institut in Südniedersachsen hat nicht nur die Mission angeregt, sondern ist auch maßgeblich an den Forschungsarbeiten beteiligt. 2017 soll die Raumsonde "Solar Orbiter" starten.

Der Sonne so nah

Mit der Raumsonde wagen sich die Wissenschaftler so nah an die Sonne heran, wie niemals zuvor in einer Forschungsmission. Nah heißt in diesem Fall: Die Sonde wird sich der Sonne auf 40 Millionen Kilometer nähern. "So können wir die innere Heliosphäre nicht nur von außen beobachten, sondern direkt in sie eintauchen, um Plasma und Magnetfeld zu messen", sagte Eckart Marsch vom Max-Planck-Institut. Ziel der Mission sei es auch, die Sonneneruptionen und den Sonnenwind zu erforschen, der den Wissenschaftlern noch immer Rätsel aufgebe.

Sonde muss Hitze und Gravitation trotzen

Roter Sonnensturm © http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ Fotograf: NASA Detailansicht des Bildes Die Sonde soll auch das Phänomen Sonnensturm erforschen. Die Raumsonde soll aus der Erdumlaufbahn heraus bewegt werden und so erstmals den Blick auf die Pole der Sonne ermöglichen. Deshalb muss sie zunächst mit Schwung mehrmals an der Erde und der Venus vorbeifliegen, um die gewünscht Umlaufbahn zu erreichen.

Die Sonnensystemforscher in Katlenburg-Lindau hatten die Idee zu dieser Mission und werden sechs Forschungsinstrumente dafür bauen. Die Gravitationskraft der Sonne und ihre enorme Hitze stellten die Wissenschaftler vor besondere Herausforderungen, sagte Marsch. "Solar Orbiter" werde deshalb mit einem Hitzeschild ausgerüstet, der einen Großteil der Sonnenstrahlung abschirmt.

 

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Ein Bild der Oberflächenstruktur des Asteroiden "Vesta", das Krater von Meteroideneinschlägen aufzeigt. © NDR Online Fotograf: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
 

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