Raubgräber haben bei Fredelsloh im Harz das Gelände einer historischen Töpferei geplündert. Kreisarchäologin Petra Lönne und Töpfer Johannes Klett-Drechsel begutachten die Hinterlassenschaft.
Einige Gefäße ließen die Räuber zurück. Vor allem aber fanden sich am Morgen nach der Tat nur noch Scherben in den Löchern.
Petra Lönne zeigt hier eine dieser bis zu 800 Jahre alten Keramiken, die sich an den historischen Töpferei-Standorten befunden haben.
Reinald Wegner vom Heimatverband mit einer von den Dieben zurückgelassenen zerbrochenen Keramik-Vase.
Der Schaden ist immens: Petra Lönne, Johannes Klett-Drechsel und Reinald Wegner vom Heimatverband.
Welchen Schaden die Raubgräber genau angerichtet haben, bleibt wohl ungeklärt. Denn keiner außer den Tätern selbst weiß, wie viele Keramiken sie ausgebuddelt haben.
Wegen seiner reichen Lehmvorkommen wird in der Gegend rund um Fredelsloh seit Jahrhunderten kunstvoll getöpfert.
Etwa 1,5 Kilometer östlich von Fredelsloh liegt die Wüstung Bengerode, in der Archäologen eine mittelalterliche Töpfersiedlung ausgegraben haben.