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Hotel auf Okertalsperre hat nicht nur Freunde

Das Wasser steht sehr tief an der Okertalsperre. © NDR.de Fotograf: Christoph Heymann Detailansicht des Bildes Auf der Staumauerkrone will der Goslarer Investor ein Hotel bauen. Die Okertalsperre übt auf den Goslarer Investor Heiko Rataj offenbar eine besondere Faszination aus. Der Event-Gastronom plant, ein Ausflugs- und Tagungshotel direkt auf der Okertalsperre zu bauen. Mit einer Stahl-Glas-Konstruktion will Rataj die gesamte 260 Meter lange Staumauerkrone überbauen. Das Hotel solle etwa 80 bis 90 Betten sowie Räume für Tagungen und Restauration haben. Dazu sei eine sogenannte Freisitzebene mit 300 Plätzen vorgesehen. Umweltschützer brauchen sich laut Rataj keine Sorgen machen: "Es muss kein Baum gerodet werden und kein Stück Natur weichen". Die Staumauer wäre auch nach dem Bau allgemein zugänglich. Die bisherige Fahrbahn bliebe erhalten.

Hotel-Zimmer mit Stausee-Aussicht

Ein privater Investor will an der Okertalsperre im Harz ein Vier-Sterne-Hotel bauen. So weit, so gewöhnlich: Allerdings soll das Luxushaus direkt auf der Staumauer entstehen.

Eigentümer Harzwasserwerke lehnt Pläne ab

Die Pläne lassen Landrat Stephan Manke (SPD) frohlocken: "Die Idee ist faszinierend. Ein solches Hotel wäre ein absolute Attraktion für den Harz und deutschlandweit sicher einmalig", sagte er am Dienstag. Auch der Harzer Tourismusverband (HTV) ist angetan: "Innovative touristische Projekte sind generell wichtig für die weitere Entwicklung der Region", sagte Geschäftsführerin Carola Schmidt. Nur einer hat etwas gegen das 15-Millionen-Euro-Projekt und der ist nicht ganz unwichtig: Die Harzwasserwerke (HWW) als Eigentümer der Talsperre stehen dem Plan derzeit ablehnend gegenüber. "Dafür gibt es betriebliche und projektbezogene Gründe", sagte Sprecher Henry Bodnar, ohne Details nennen zu wollen.

Für den Fall, dass die HWW tatsächlich nicht mitspielen, hat Investor Rataj eine Alternative parat: "Wir haben ein Gutachten, wonach die Errichtung des Hotels auf der Staumauer statisch kein Problem ist", sagte Rataj. Aber ein ähnliches Projekt sei auch an der sanierten Innerstetalsperre denkbar.

Weitere Informationen
Aussichtspunkt Rosstrappe am Bodetal © NDR / Axel Franz Fotograf: Axel Franz
 

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