Husum: 5.000 Biker für ein Halleluja
Zum 27. Motorradgottesdienst in Husum kamen 5.000 Biker und 4.000 Zuschauer. mehr
Die Gedenkfahrt von Salzgitter nach Braunschweig fand bereits zum 24. Mal statt. (Archivbild)
Es war eine eindrucksvolle Demonstration für die Verkehrssicherheit: Rund 3.000 Motorräder sind am Sonnabend von Salzgitter aus im Konvoi nach Braunschweig gefahren, um an die tödlich verunglückten Biker des vergangenen Jahres zu erinnern. Etwa 4.500 Menschen nahmen an der Gedenkfahrt teil. Denn wenn die Frühlingssonne lockt und Motorrad-Fans ihre Maschinen entstauben und durch das Land brausen, hat das auch traurige Folgen: Die Zahl der Motorrad-Unfälle nimmt zu, etliche enden tödlich.
Besonders im Frühling häufen sich Motorrad-Unfälle. Etliche enden tödlich.
14 Motorradfahrer starben in der vorigen Saison allein auf den Straßen in der Region Braunschweig, fünf mehr als im Jahr zuvor. Nur einer der Verunglückten war unter 40, das widerlege das Vorurteil vom risikofreudigen, jugendlichen Raser, sagte der Organisator der Gedenkfahrt, Pfarrer Reinhard Arnold von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Motorradfahrer. Für jedes Todesopfer wurde ein Holzkreuz mit Namen angefertigt. Die Kreuze fuhren an der Spitze des Motorradkonvois mit und wurden dann am Braunschweiger Dom aufgestellt. Dort fand zum Abschluss ein ökumenischer Gottesdienst statt.
Die Gedenkfahrt war mit einer Kampagne für Verkehrssicherheit gekoppelt und stand dieses Jahr unter dem Motto "Wer lenkt dich?". Die Aktion fand bereits zum 24. Mal statt und zählt zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland.