Millionen für Physiker und Pharmazeuten
Bund und Land fördern die Uni-Standorte Hannover und Braunschweig. (26.07.2012) mehr
Mit rund 4.000 Studenten ist die Technische Universität Clausthal im Harz zwar eine kleine Uni, doch sie hat sich weltweit einen großen Namen gemacht. Sie steht in Bereichen wie Erdöl- und Erdgastechnik, Berg- und Maschinenbau sowie Materialforschung mit an der Spitze der Forschungslandschaft. Diese Position soll künftig noch gestärkt werden - durch ein neues Forschungs-Zentrum für Materialtechnik. Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) legte am Donnerstag den Grundstein für den 14 Millionen Euro teuren Neubau - ein niedersachsenweit einmalige Projekt.
Autos und Flugzeuge sollen mithilfe von neuen Materialien und Verbundstoffen leichter und energiesparender werden. Auch für Solaranlagen werden in Zukunft neue Bauteile gebraucht. Diese Materialien wollen rund 30 Forscher in dem neuen Zentrum entwickeln. Dabei kombinieren sie Kunststoffe, Metalle, Keramiken und Glas und untersuchen, wie diese sich am besten zusammenfügen lassen. Zudem prüfen sie energiesparende Herstellungsmethoden.
Das neue Zentrum soll die Clausthaler Kompetenzen in den Bereichen Maschinenbau und Materialtechnik bündeln und wird an die bereits bestehenden Institute für Schweißtechnik und Werkstoffkunde der TU-Clausthal angegliedert. Darüber hinaus wird es eine Zusammenarbeit mit den Universitäten in Hannover und Braunschweig sowie mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung geben. Im Herbst 2013 soll der Neubau fertig sein.