Hähnchenmastanlage in Vechelde brennt erneut
Polizei Salzgitter nimmt nun Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. (19.07.2011) mehr
Seit der Planung ist die mittlerweile gebaute Hähnchenmastanlage in Vechelde umstritten.
"Wir haben in der Nacht zum 16.07.2011 eine Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Üfingen in Brand gesetzt." So lautet der erste Satz eines Bekennerschreibens, das am Montag per E-Mail bei der Polizei Salzgitter einging. Bei dem Feuer im Vechelder Ortsteil Alvesse (Landkreis Peine) war einer der 1.800 Quadratmeter großen Ställe komplett zerstört worden. Da der Maststall noch nicht in Betrieb war, gab es dort noch keine Tiere. Es entstand ein Schaden von rund 500.000 Euro. Wenige Tage später brannte es ein zweites Mal auf dem Gelände der umstrittenen Hähnchenmastanlage. Nun prüfen Staatsanwaltschaft und Polizei in Salzgitter das Bekennerschreiben. Der Name des mutmaßlichen Absenders des Schreibens mit dem Titel "Bekenner_innenschreiben zum Mastanlagenbrand Alvesse" ist den Ermittlern bekannt. Der Staatsanwalt vermutet einen Trittbrettfahrer.
Möglicherweise hängt der Brand in Vechelde mit einem weiteren Feuer in Wolfsburg-Sülfeld zusammen. Dabei verendeten am vergangenen Wochenende rund 1.000 Schweine. "Wir können einen Zusammenhang nicht ausschließen und stehen mit den Ermittlern in Salzgitter in Kontakt", sagte ein Polizeisprecher in Wolfsburg. Auf dem Gelände des Schweinezuchtbetriebs haben die Brandermittler am Montag mit der Spurensuche begonnen.