"Jeder hat doch ein verrücktes Hobby"
In Börßum finden zum siebten mal Kürbismeisterschaften statt. (17.09.11)
Video starten (01:45 min)Niedersachsens dickster Kübris kommt aus Hildesheim: 384 Kilogramm bringt die Feldfrucht auf die Waage. Gezüchtet hat dieses echte Schwergewicht Rick Sanders. Damit belegte der gebürtige Kanadier zum fünften Mal in Folge den ersten Platz bei den niedersächsischen Kürbismeisterschaften in Börßum (Landkreis Wolfenbüttel).
Letztes Jahr hat der schwerste Kürbis Niedersachsens 363 Kilogramm gewogen. Konnte dieses Jahr jemand dem kanadischen Rekordhalter Rick Sanders den Titel abjagen?
Er hat sich selbst geschlagen: Der neue alte Kürbis-Meister Rick Sanders (l) mit seinen Konkurrenten aus der Familie Willmann.
Mit seinem diesjährigen Sieger-Kürbis konnte er seinen eigenen Rekord von 2009 überbieten: damals wog seine Züchtung 376 Kilogramm. Den zweiten Platz belegte Wolfgang Willmann. Der Züchter aus Melle (Landkreis Osnabrück) wollte eigentlich mit seiner Feldfrucht die kanadische Serie durchbrechen. Sein Kürbis brachte satte 327 Kilogramm auf die Waage - und sein Sohn Daniel konnte sich mit 237 Kilogramm den dritten Platz sichern. Allerdings sind die deutschen Vertreter noch echte Leichtgewichte. In den USA wiegen Meister-Kürbisse bis zu 850 Kilogramm.
Nur die Kürbisse außer Konkurrenz dürfen unters Messer.
Der größte jemals in Deutschland geerntete Kürbis wog übrigens 668 Kilogramm. Er wuchs in einem sächsischen Garten. Bis zu den rund 850 Kilogramm schweren "giant pumpkins", die in den USA gezüchtet werden, ist es dann aber immer noch ein weiter Weg. Neben dem Gewicht ist dabei noch ein weiteres Kriterium entscheidend. Beschädigungen dürfen die Früchte nicht aufweisen. So ist ein 405 Kilogramm Kürbis trotz des stolzen Gewichts aufgrund eines Risses in der Schale in einem früheren Wettbewerb disqualifiziert worden.