Experten-Team untersucht Krebsfälle
Hintergrund ist die angebliche Häufung von Krebsfällen im Landkreis Göttingen. (23.11.2012) mehr
Ein Wissenschaftler hat mit seinen Recherchen das Dorf Groß Schneen aufgeschreckt.
Die Häufung von Krebsfällen in Groß Schneen (Landkreis Göttingen) hat Politik und Staatsanwaltschaft alarmiert, einige der Betroffenen wollen aber offenbar die Alarmglocken wieder zum Schweigen bringen. Der Dorfbewohner, der die Häufung als promovierter Mikrobiologe aufgedeckt hat, wird zum Teil angefeindet. Ein Nachbar, der selber Krebs haben soll, hat nach Angaben der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) dem Wissenschaftler geraten, "dass er den Möbelwagen bestellen kann. Der wird hier nicht mehr froh." Ein anderer habe wütend zu Reportern gerufen: "Lass das doch ruhen, das gibt doch sonst nie Frieden." Dieser Mann soll seine Frau vor einer Woche beerdigt haben, nachdem diese ebenfalls an Krebs gestorben sei. In dem Dorf scheint der Überbringer von schlechten Nachrichten bei einigen Nachbarn unbeliebt zu sein.
In dem Dorf der Gemeinde Friedland sind in den vergangenen 20 Jahren mehr als 50 Krebsfälle aufgetreten, 29 Menschen sind an der Krankheit gestorben. Ursache könnte möglicherweise eine Lackiererei sein, die angeblich krebserregende Substanzen vorschriftswidrig verwendet haben soll. Das Firmengelände wurde am Mittwoch von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Eine Experten-Gruppe soll nun nach Zusammenhängen suchen.
Dass es überhaupt eine ungewöhnliche Anzahl von Krebserkrankungen in Groß Schneen gibt, hat der Mikrobiologe entdeckt, nachdem in einem Gespräch mit der Familie das Thema aufkam. Der Dorfbewohner recherchierte und informierte schließlich die Staatsanwaltschaft. Von ihm stammt auch der Verdacht, dass das in der Lackiererei verwendete Trichlorethylen ursächlich sein könnte. Obwohl der Stoff nur in geschlossenen Räumen verwendet werden darf, soll die Firma seinen Angaben nach immer wieder die Tore geöffnet haben, "um durchzulüften".
Nicht nur ein Teil der Anwohner, auch der Bürgermeister glaubt nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen den Krebsfällen und der Lackiererei gibt: "Das Gewerbeaufsichtsamt wäre sicherlich auf die Gemeinde Friedland zugekommen, wenn es hier gravierende Mängel gegeben hätte." Ob die Anlage damals tatsächlich vorschriftsmäßig gearbeitet hat, kann die Leiterin der Gewerbeaufsicht, Dagmar Schomaker, heute nicht sagen. Für die Überwachung solcher Anlagen gebe es keine gesetzlichen Vorgaben. "Wir waren aber sicher auch mal da und haben geguckt, ob alles in Ordnung ist", so Schomaker.
Von den vielen vielen Krebstoten...
... die in einigen Jahren wegen der zahlreichen Holz- und Kohleöfen, welche aufgrund "grüner" Ernegiepolitik wieder bei uns rumqualmen, wollen wir lieber garnicht erst anfangen! [mehr]
Macht Macht
Die größte Gefahr des Menschen ist die eigene Dummheit, und die Dummheit anderer. Warum kein Interesse an der Wahrheit besteht ist sehr seltsam. [mehr]
Ja, so ist der, der deutsche Kleinbürger - da stirbt er lieber, als herauszufinden, dass doch sein kann, was nicht sein darf. Wenn ich mir vorstelle, dass eine Gesellschaft, die sich zu nicht... [mehr]