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Ilsede nimmt Abschied von getöteten Kindern

Vor dem Altar waren vier große schwarz-weiße Fotos platziert, in Erinnerung an das zwölfjährige Mädchen und seine drei Brüder im Alter von fünf, sieben und neun Jahren. Bunte Blumen-Gestecke in rot, orange und weiß sowie Kränze unter anderem vom Kindergarten und vom Gymnasium schmückten die Kirche. Mehr als 500 Menschen haben sich am Sonnabendvormittag in der katholischen St. Bernward-Kirche in Groß Ilsede versammelt, um von den vier getöteten Geschwistern Abschied zu nehmen.

Der evangelische Pastor der Gemeinde, Walter Faerber, hielt den ökumenischen Gottesdienst zusammen mit dem katholischen Pfarrer Thomas Mogge. Warum eine solche Tat ausgerechnet in dem kleinen Ort geschehen sei, könne keiner sagen, so Faerber in seiner Predigt. Aber eigentlich müsse man das auch nicht in allen Einzelheiten wissen, eine Gerichtsverhandlung werde vielleicht irgendwann Erklärungen zutage fördern.

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Kränze liegen vor einem Trauergottesdienst für die vier getöteten Geschwister Pia, Noah, Lean und Lio in der St.-Bernward-Kirche in Ilsede (Landkreis Peine). © dpa-Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte
 
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Bewegende Worte von Pastor Walter Faerber

Die Trauerrede zum Nachlesen: Walter Faerber, Pastor der evangelischen St. Nikolai-Gemeinde in Groß Ilsede, betet in seiner Predigt für die Mutter der ermordeten Kinder.

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Aufruf zur Unterstützung der Mutter

Auch die Mutter der Kinder war zur Trauerfeier gekommen. Angst vor einer Begegnung mit ihr müsse niemand haben, betonte Faerber. Helfen könne ihr schon ein längerer Händedruck. Er appellierte an die Gemeinde, der Mutter keine Ratschläge, aber Zeit zu geben, um ihr Leben zurückzugewinnen. Viele Gäste der Trauerfeier trugen bunte Kleidung, die Mutter der Kinder hatte in einer Traueranzeige darum gebeten. Die Geschwister sollen zu einem späteren Zeitpunkt im engen Familienkreis beigesetzt werden.

Vater noch nicht vernehmungsfähig

Am Donnerstag war der Vater der getöteten Kinder aus dem künstlichen Koma erwacht. Er gilt als mutmaßlicher Mörder seiner Kinder. Noch am Donnerstag wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen. Dem 36-Jährigen wurde ein Pflichtverteidiger zugeteilt. Noch ist er allerdings nicht vernehmungsfähig. Auch die Mutter der Kinder, die sich zur Tatzeit im Urlaub befand, konnte aus gesundheitlichen Gründen bislang nicht vernommen werden.

Bürger wollen spenden

Um besonders die Mutter auch finanziell zu unterstützen, haben die Ilseder unter der Leitung von Pastor Faerber und dem Mediziner Thomas Roy die Spendenaktion "Vier Sterne für Ilsede" ins Leben gerufen. "Die Mutter steht vor dem emotionalen und finanziellen Nichts", sagte Roy der Nachrichtenagentur epd. Sie brauche dringend Hilfe.

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Ein Stoffschaf und Kerzen vor dem Haus in Ilsede. © dpa Fotograf: Peter Steffen
 
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Groß Ilsede trauert um die vier getöteten Kinder.

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Ein Polizist steht vor dem Reihenhaus, in dem die vier Kinder getötet worden sind. © dpa-Bildfunk Fotograf: Jochen Lübke
 

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