Dossier: Der Streit um die Atomkraft
Störfälle, Pannen, Demonstrationen - im Norden sorgt die Nutzung der Kernenergie seit mehr als 30 Jahren für Schlagzeilen. NDR.de informiert über eine umstrittene Technologie. mehr
Wie sieht es im ehemaligen Bergwerk Asse aus? Wie geht es weiter? Bei "NDR Info live vor Ort" gab es auch Informationen aus der Tiefe.
NDR Info hat sich am Donnerstag auf die Spur des Atommülls in Niedersachsen begeben: Dreimal schaltete das Informationsprogramm des Norddeutschen Rundfunks zum Stadtmarkt in Wolfenbüttel. Dort wurde unter dem Titel "Asse - strahlende Aussichten" die Probleme rund um das marode, einsturzgefährdete Bergwerk, das in der Nähe von Wolfenbüttel liegt, mit Experten und Betroffenen diskutiert. Nach wie vor ist völlig unklar, ob und wie 126.000 Fässer mit Atommüll aus dem maroden Bergwerk geborgen werden können. Erste Bohrungen in eine der Kammern sollen unter großen Sicherheitsvorkehrungen schon in wenigen Wochen stattfinden. Erst nach Abschluss der Arbeiten gibt es konkrete Erkenntnisse, wie gefährlich und umfangreich die Rückholung werden könnte. Viele Menschen in Wolfenbüttel und der Region sind besorgt. Sie befürchten, dass die Arbeiten nicht schnell genug beginnen und das Atommülllager in sich zusammenbricht.
NDR Info Reporter Carsten Vick bei der Übertragung aus Wolfenbüttel.
Neben Landrat Jörg Röhmann kamen auch "ganz normale" Wolfenbütteler sowie ehemalige Asse-Mitarbeiter ausführlich zu Wort. Außerdem nahm ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zur geplanten Rückholaktion der Atommüllfässer Stellung. Zusätzlich gab es Reportagen aus der Tiefe des ehemaligen Bergwerks, die den Hörerinnen und Hörern zusätzliche Einblicke ins Innere der Asse gegeben haben. Reporter der Sendung vor Ort waren die beiden NDR Info Journalisten Kersten Mügge und Carsten Vick.
Hier können Sie sich die Aufzeichnungen und Reportagen noch einmal anhören