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Umweltausschuss fordert rasche Asse-Räumung

Wolfram König (rechts), Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, steht mit Mitgliedern des Umweltausschusses im Atommülllager Asse. © dpa-Bildfunk Fotograf: Stefan Sobotta Detailansicht des Bildes Wolfram König (rechts), Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, führte die Mitglieder des Umweltausschusses durch das Atommülllager Asse. Der Umweltausschuss des Bundestages hat sich bei einem Besuch des maroden Atommülllagers Asse bei Remlingen (Landkreis Wolfenbüttel) überwiegend für eine beschleunigte Rückholung der radioaktiven Abfälle ausgesprochen. Der Wettlauf mit der Zeit sei an jeder Stelle spürbar, erklärte Matthias Miersch (SPD) und wünschte sich eine bessere Abstimmung der Ministerien. Vorsitzende Eva Bulling-Schröter von der Linkspartei sprach sich wie mehrere Bürgerinitiativen für eine verwaltungsrechtliche Beschleunigung aus. Die 15 Abgeordneten zeigten sich fassungslos, dass die Anlage einst als unbedenklich eingestuft werden konnte.

 

Das Umweltministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass in diesem Winter die erste Einlagerungskammer der umstrittenen Schachtanlage angebohrt werden soll. Man erhofft sich dadurch, genauere Informationen für die Rückholung der radioaktiven Abfälle zu erhalten. Diese soll rund zwei Milliarden Euro kosten.

Sanierung ist umstritten

Rund 126.000 Fässer mit leicht- und mittelradioaktivem Müll müssen in den kommenden Jahren aus den Schächten geholt werden. Technologisch wird damit Neuland betreten. Schon lange wird über die Sanierung des maroden Atommülllagers gestritten. In das frühere Bergwerk dringen täglich zwölf Hektoliter Salzlauge ein. Erst im April dieses Jahres war vor der als riskant geltenden Kammer 12 eine Konzentration von radioaktivem Cäsium von 240.000 Becquerel pro Liter gemessen worden - das 24-fache des erlaubten Grenzwerts.

Umweltschutzgruppen empfingen die Parlamentarier

Eine behandschuhte Hand greift nach einem mit einer Warnung vor Radioaktivität beklebten Metalldeckel. © dpa Fotograf: Jochen Lübke Detailansicht des Bildes Umweltschutzgruppen dauert es zu lange, bis der Atommüll aus der Asse zurückgeholt wird. Über den Fahrplan zur Sanierung gibt es immer wieder Streit. Rund zwei Dutzend Demonstranten empfingen die Parlamentarier am Eingang des Geländes. Ihr Anliegen: Sie wollen, dass die Abgeordneten beim laufenden Genehmigungsverfahren zur Rückholung des Atommülls Druck machen. Das Verfahren sei nur mit zahllosen Auflagen erteilt, alles dauere viel zu lange, sagte ein Sprecher der Gruppen. Außerdem müsse sich der Ausschuss fraktionsübergreifend für die Freigabe von Akten über den Asse-Müll einsetzen, die das Bundeskanzleramt noch immer unter Verschluss hält.

 

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Die Schachtanlage Asse II in Remlingen © dpa Fotograf: Holger Hollemann
 

Asse: Erstes Atommülllager unter der Erde

In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse II wurden knapp 126.000 Fässer radioaktiver Müll eingelagert. Die Schachtanlage soll geschlossen werden - sie droht einzustürzen. mehr

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Ein Paar Gummistiefel steht vor Fässern im Atommüllager Asse. © dpa Fotograf: Jochen Lübke
 

Schwelbrand im Atommülllager Asse

Es bestand keine Gefahr für Personen oder eingelagerte Materialien. (22.08.2011) mehr


Liegt Nazi-Atommüll in der Asse?

Die radioaktiven Abfälle sollen bei der Vorbereitung der Atombombe angefallen sein. (12.07.2011) mehr


Asse-Probebohrungen frühestens Ende November

Zurzeit laufen die Vorbereitungen vor Kammer 7. (10.06.2011) mehr

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Ein Bagger kippt radioaktiven Müll in eine Einlagerungskammer. © ddp Fotograf: Helmholtz Zentrum München
 
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Desaster Atommüll

02.09.2009 | 22:30 Uhr
NDR Fernsehen: Panorama - die Reporter

Wohin mit dem Atommüll? Christoph Lütgert über das Desaster der bisherigen Endlager-Suche. (05.07.11)

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