Wann wird´s mal wieder richtig Weihnachten?
Milde Temperaturen und Regen vermiesen den meisten die Weihnachtsstimmung. (09.12.2011) mehr
Die neue Weihnachtsbeleuchtung soll ab 2012 für eine Wohlfühlatmosphäre in Hannover sorgen.
Mehr als 500.000 Leucht-Dioden sollen ab dem Winter 2012 für eine weihnachtliche Wohlfühlatmosphäre in Hannover sorgen. Sie ersetzen die gut 25.000 Glühlampen, die bisher ihren Weihnachtsdienst verrichtet haben. Diese sind auf Dauer zu teuer für die Stadt: Rund 100.000 Euro fallen alljährlich an Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung an.
Drei Jahre lang hat die City-Gemeinschaft Hannover, die zusammen mit der Stadt Hannover für die Weihnachtsbeleuchtung zuständig ist, nach einem neuen Konzept gesucht - seit 2009 auch mit einer Ausschreibung. Am Freitag wurden die Sieger in Hannover vorgestellt.
Gewonnen hat die Firma "MK Illumination" aus Österreich. Zusammen mit der Lichtdesignerin Wencke Tschentscher von der Firma Luminar, haben sie ein vollkommen neues Lichtkonzept für die Innenstadt entwickelt: umweltfreundlich, stromsparend und warmweiß. Große Bäume werden ab nächstem Jahr mit LED-Lichterketten geschmückt. Kleinere und mittlere Bäume zieren außerdem sogenannte Organic Balls. Die kleinen Kugeln bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und sind zu 100 Prozent recyclefähig. Zum ersten Mal werden sie in Europa verwendet.
Ein großer Weihnachtsbaum am Steintor ist eines von zwei geplanten Sondermotiven.
Der traditionelle Magis-Stern wird durch Sternschnuppen-Überspannungen ersetzt. Außerdem sind zwei neue große Sondermotive geplant: ein großer Weihnachtsbaum am Steintor und ein sogenannter Magis-Stern 2.0. Genaueres wurde noch nicht verraten.
Das neue Lichtkonzept verbraucht nur ein Zehntel der Energie des Glühlampen-Vorgängers. Kostete die Beleuchtung eines einzelnen Baumes bisher knapp 110 Euro pro Saison, so liegen die Kosten ab 2012 bei nur 14 Euro pro Saison. Trotz ihres geringen Stromverbrauchs erzeugen die Leucht-Dioden ein Licht, das "dem einer herkömmlichen Glühbirne beeindruckend nahe kommt", sagte Lichtdesignerin Tschentscher.
Trotz der reduzierten Kosten fordert die City-Gemeinschaft die in der Innenstadt ansässigen Betriebe und Händler zu einer Spende auf. Auch Bürger können zu Förderern und zu sogenannten Sternenpaten werden.