Seit Bekanntwerden der Kredit- und Medienaffäre war die Eröffnung der Villa Seligmann der erste offizielle Termin von Bundespräsident Christian Wulff in Niedersachsen.
Zu Beginn der Einweihung des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik bringt Andor Izsák, Ehrenpräsident der Siegmund-Seligmann-Stiftung, die Mesusa, eine Schriftrolle mit einem jüdischen Gebet, am Eingang der Villa an.
"Wir sind in unserer Geschichte unauslöschlich verbunden mit dem ganz großen Erbe der jüdischen Kultur", sagte Wulff in seinem Grußwort.
Ein Porträt von Siegmund Seligmann ist in die Villa zurückgekehrt. Die Leihgabe von Seligmanns Erben hing zuvor im Landesmuseum Hannover. Urenkel Claudio Esteban Seleguan (re.) sitzt gemeinsam mit Direktor Andor Izsák im Rat der Stiftung Seligmann.
Nach den Feierlichkeiten durfte sich Bundespräsident Christian Wulff in das Gästebuch der Villa eintragen.
Glanzstück der Kollektion in der Villa Seligmann ist eine historische Synagogenorgel aus Berlin, die lange als verschollen galt. Andor Izsák ließ es sich nicht nehmen, während der Eröffnungsfeier auf dem Instrument zu spielen.
Sie ließen sich die Einweihung des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik nicht entgehen: Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD).
Ganz persönlich erklärt Zentrumsdirektor Andor Iszák Continental-Aufsichtsratsmitglied Maria-Elisabeth Schaeffler Details zu der Orgel.
Auch RWE-Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann kam zur Eröffnung und unterhielt sich in entspannter Atmosphäre mit Oberbürgermeister Weil (SPD) und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU).
Neben den Eröffnungsreden gab es in der Villa auch viel Musik zu hören - zum Beispiel vom Europäischen Synagogalchor unter der Leitung von Andor Iszák.