Die Facebook-Seite der Aktion
Informationen für Autofahrer und Spender, die Manuel Schröders Projekt unterstützen möchten.
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Manuel Schröder (M) ist dank der beiden 96-Fans endlich in Sevilla angekommen.
Er ist da! Manuel Schröder hat es geschafft: Am Mittwochabend ist der Tramper in Sevilla angekommen, der Stadt, in der Hannover 96 am Donnerstag das Rückspiel der Europacup-Qualifikation gegen den FC Sevilla bestreitet. Um 7.30 Uhr fuhr Manuel Schröder mit einem rumänischen Lkw-Fahrer bis kurz vor Malaga. Als er dann die Autobahn entlang lief, um bei der nächsten Raststätte sein Glück zu versuchen, geschah es dann: Fans aus Hannover entdeckten ihn, hielten an und nahmen den 96-Tramper die letzten Kilometer mit.
Zum Spiel seiner Lieblingsmannschaft hätte Manuel Schröder eigentlich einfacher kommen können, doch er will die Reise mit einem guten Zweck verbinden. "Per Daumen nach Sevilla" hat er seine Aktion genannt, bei der seine Unterstützer für jeden bewältigten Kilometer Geld an das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellenspender-Register (NKR) überweisen. Zu den Sponsoren des 28-Jährigen zählt auch der Hannoversche Sportverein. Für interessierte Spender und Autofahrer hat der Student eine Facebook-Seite eingerichtet, auf der sie alle Infos zur Tour und Aktion finden.
Eigentlich wollte sie ihn gar nicht mitnehmen, doch am Ende haben sie sich sehr gut unterhalten.
Regelmäßig informierte Manuel Schröder NDR.de per Mail und Handy über sein Vorankommen: Montagnachmittag kann er eine Frau überzeugen, ihn mitzunehmen, die das zunächst nicht wollte: "Sie war schon mal von zwei deutschen Trampern beklaut worden. Ich sagte zu ihr, dass ich nochmal kurz weggehe, damit sie nachdenken kann." Am Ende hätten sie sich die ganze Fahrt über super unterhalten.
"Meine türkischen Sprachkenntnisse konnte ich bei verschiedenen Truckern schon einsetzen", berichtet Manuel. "Allerdings ohne Erfolg." Dafür haben ihn zwei Franzosen mitgenommen, denen der Hannover 96-Fan lediglich ein paar Brocken Französisch entgegenbrachte. Die haben ihn kurz hinter Montpellier rausgelassen. "Ein spanischer Lkw-Fahrer hat mich dort einfach ignoriert, als ich vor seiner Tür stand", so Manuel. Dafür hat ihn Anja aus Bottrop mitgenommen, nachdem er ihrer siebenjährigen Tochter einen Ballon-Hund modelliert hatte. Die Nacht hat Manuel zusammen mit Mutter, Tochter und ihrem Freund auf einer Raststätte in Barcelona verbracht.
Nach langem Warten findet Manuel Schröder (r) eine erste Mitfahrgelegenheit zur Raststätte Hildesheimer Börde.
So gut lief es aber nicht von Anfang an: Am Sonntag hat sich Manuel Schröder nach dem Heimspiel von Hannover 96 gegen Hertha BSC auf die Reise begeben. "Vom Stadion wegzukommen, war nicht einfach. Eine Stunde stand ich dort und habe die Autoinsassen angesprochen. Bis ich zufällig einen Bekannten getroffen habe, der mich an seine Freundin vermittelt hat. Diese kommt aus Hildesheim und hat mich dann zur Hildesheimer Börde mitgenommen."
Von der Hildesheimer Börde geht es mit einem Bundeswehrsoldaten (r) weiter.
Von Hildesheim ging es deutlich schneller vorwärts: "Nach 25 Minuten Wartezeit hat mich Stefan, ein 25 Jahre alter Bundeswehrsoldat, mitgenommen - bis hinter Kassel." Über Nacht ist Manuel Schröder weitergefahren und am Montagmorgen um fünf Uhr in Basel angekommen. "Jetzt bin ich schon in Genf und das heutige Etappenziel ist mindestens Spanien, wenn nicht sogar Barcelona", schreibt Schröder am Montagmittag.
Sorgen, dass ihn keiner mitnimmt, hat sich der 28-Jährige von Anfang an nicht gemacht: "Wenn ich mit Freude auf die Menschen zugehe, merken sie das und vertrauen mir". Spätestens dann, wenn eine bunte Postkarte aus einem fernen Land eintrudelt - denn Manuel Schröder schickt jedem Autofahrer, der ihm seine Adresse gibt, ein kleines Andenken. So gleichen sich das Spenden, Trampen und auch das Fußballschauen, weiß er: "Es führt die Menschen näher zusammen."