Stand: 03.10.2011 19:29 Uhr
McAllister wirbt in Brasilien für CeBIT 2012
Auf einem Treffen mit dem Gouverneur von Sao Paulo, Geraldo Alckim (rechts), machte McAllister Werbung für die CeBIT 2012.
Am zweiten Tag seiner Südamerika-Reise hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) im brasilianischen Sao Paulo die Werbetrommel für die CeBIT 2012 gerührt. Gemeinsam mit rund 200 geladenen Gästen stimmte er sich auf die größte Computermesse der Welt in Hannover ein, bei der Brasilien im kommenden Jahr das Partnerland sein wird. "Brasilien ist aus Sicht der Informations- und Telekommunikationsbranche einer der spannendsten und dynamischten Märkte weltweit", lobte McAllister den "absoluten Wunschpartner".
McAllister besucht Künstlermarkt
Ministerpräsident McAllister besuchte zum Auftakt seiner reise einen Künstlermarkt in Embu.
Eingeläutet hatte der Ministerpräsident seinen Aufenthalt in Brasilien am Sonntag mit einem Besuch auf einem traditionellen Künstlermarkt in Embu."Brasilien ist, wenn in jeder Ecke Musik zu hören ist", sagte McAllister beim Rundgang durch die knapp 20 Kilometer von der Millionenmetropole Sao Paulo entfernte Kleinstadt. Begleitet wurde er dabei vom deutschen Botschafter Wilfried Grolig und Generalkonsul Matthias von Kummer.
Reise mit großer Delegation
Für insgesamt acht Tage ist McAllister in Brasilien und Argentinien unterwegs. Begleitet wird er von einer 80-köpfigen Delegation mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft, unter anderem von der Deutschen Messe AG oder der Nord/LB. Als Türöffner will er den Weg für niedersächsische Unternehmen auf den südamerikanischen Wachstumsmarkt ebnen.
Besuch im VW-Werk geplant
Ministerpräsident McAllister verbringt insgesamt acht Tage in Südamerika.
Im Rahmen seines Programms wird McAllister mit seiner Delegation auch das älteste VW-Auslandswerk in Anchieta besuchen. Es wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet. VW beschäftigt in vier brasilianischen Werken insgesamt 23.000 Arbeitnehmer. McAllister, der den 20-Prozent-Anteil seines Bundeslandes an den VW-Stammaktien zäh verteidigt, betonte vor der Abreise die große "Bedeutung, die der südamerikanische Markt für die Wirtschaft und Wissenschaft Niedersachsens hat".
Treffen mit Argentiniens Präsidentin
In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires stehen zahlreiche politische Gespräche auf der Agenda, unter anderem mit der Präsidentin Christina Fernandez de Kirchner. Thema dürfte auch der schwelende Handelsstreit zwischen den beiden größten Ländern Südamerikas sein. Argentinien hatte die Einfuhr vieler ausländischer Produkte zu Beginn des Jahres gestoppt oder mit hohen Zöllen belegt, um sein Handelsdefizit zu entschärfen - gegen die Regeln der Welthandelsorganisation und der regionalen Freihandelszone Mercosur. Brasilien zog im Frühjahr nach.
Während McAllisters Abwesenheit wird Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) die Rolle des Regierungschefs in Niedersachsen einnehmen: Er ist der älteste Minister, der nicht auf einer Delegationsreise ist.
Ein Ministerpräsident in Südamerika
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Eine gute Woche lang ist Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) durch Südamerika gereist, um Wirtschaftsbeziehungen voran zu bringen. Den ersten Tag seiner achttägigen Tour widmete McAllister ganz der brasilianischen Kultur. Die Kunst beeindruckte den Ministerpräsidenten offenbar besonders.
Auf dem Kunst- und Andenkenmarkt in Embu, 20 Kilometer außerhalb von Sao Paulo, konnte McAllister allerhand einheimisches Kunsthandwerk bestaunen.
Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Brasilien, Wilfried Grolig, flanierte McAllister über den Markt - schließlich diente der Besuch vor allem der Stärkung deutsch-brasilianischer Beziehungen.
Am Sonntag, dem zweiten Tag der achttätigen Südamerikareise, kam McAllister in Sao Paulo an. Dort standen vor allem Wirtschaftsgespräche auf dem Programm.
Wie schon am Tag zuvor in Embu ließ sich McAllister gerne vom deutschen Botschafter Wilfried Grolig begleiten.
Den ereignisreichen Tag beschloss McAllister mit einem großen Lächeln. Gemeinsam mit Wolfram von Fritsch und Ernst Raue von der Deutschen Messe AG sowie dem Vorstandsvorsitzenden von Bitkom, Karl-Heinz Streibich, unterzeichnete er einen Kooperationsvertrag mit Brasilien zur Computermesse CeBIT 2012 in Hannover.
Am Montag würdigte der Ministerpräsident in Sao Paulo das soziale Projekt "Salz der Erde" des evangelisch-lutherischen Missionswerkes von Niedersachsen. Der Besuch führte ihn auch durch den Kirchenraum des Projektes.
Im Anschluss sprach er mit Kindern, die einen Computerkurs des Missionswerkes besuchen. Denn auch der Umgang mit Computer und Internet wird in dem Sozialprojekt vermittelt.
Lernen kann auch Spaß machen. Zumindest McAllister freute sich über seinen portugiesischen Satz "Gol paro Brasil!" ("Tor für Brasilien!").
Am fünften Tag seiner Reise kam McAllister in Argentinien an. Dort traf er sich mit Staatspräsidentin Christina Fernandez de Kirchner.
Als hätte man auf ihn gewartet: Ministerpräsident McAllister posierte vor dem Schriftzug "My friend David" einer Cafeteria in Buenos Aires.
Auch auf seiner Südamerika-Reise bleibt Niedersachsens Ministerpräsident eng mit der Heimat verbunden. Am Deutschen Brunnen in Buenos Aires besuchte er eine Feier zum Tag der Deutschen Einheit.
Mit einer 80 Delegierten reiste McAllister weiter zu Wirtschaftsgesprächen in Rosario.
Mit dem Gouverneur der argentinischen Region Santa Fe, Hermes Binner, unterzeichnete er am Freitag eine Kooperationsvereinbarung.
Danach wurde mit Hilfe einer historischen Karte von Südamerika ein Zwischenfazit gezogen. Bloß nicht die Orientierung verlieren, Herr Ministerpräsident, bei so vielen bereisten Regionen.
Auf dem Plan stand auch eine Besichtigung des Automobilzulieferers Faurecia in Estobar bei Buenos Aires.
Beim Chef persönlich informierte sich McAllister über Produkte und Arbeitsbedingungen.
Zum Abschluss der neuntägigen Reise verband McAllister die Arbeit noch einmal mit den angenehmen Dingen des Lebens. Gemeinsam mit Viktor Klima, dem Volkswagen-Chef in Argentinien, schaute er sich das Fußball-Länderspiel Argentinien gegen Chile in Buenos Aires an.
Zum Abschluss der neuntägigen Reise verband McAllister die Arbeit noch einmal mit den angenehmen Dingen des Lebens. Gemeinsam mit Viktor Klima, dem Volkswagen-Chef in Argentinien, schaute er sich das Fußball-Länderspiel Argentinien gegen Chile in Buenos Aires an.