Doris Schröder-Köpf: Kanzler, Kinder, Karstadt
Jetzt will die 48-Jährige in die Politik gehen. (09.01.2012) mehr
Noch ist völlig offen, wer das Rennen um die Landtagskandidatur gewinnt: Doris Schröder-Köpf (li.) oder Sigrid Leuschner (re.)
Das Votum im SPD-Ortsverein Oststadt-Zoo war eindeutig: Mit klarer Mehrheit sprachen sich die Stimmberechtigten für die Aufstellung von Doris Schröder-Köpf als Kandidatin bei der Landtagswahl 2013 aus. Die Ehefrau des Altkanzlers Gerhard Schröder konnte 16 Stimmen auf sich vereinigen. Ihre parteiinterne Gegnerin für die Kandidatur im Wahlkreis 24 Hannover-Döhren, Sigrid Leuschner, erhielt lediglich neun Stimmen. Dennoch wird das Ergebnis am Ende wohl nicht ganz für Schröder-Köpf reichen. Denn im Ortsverein Oststadt-Zoo gab es lediglich drei Delegierten-Stimmen für die entscheidende Abstimmung auf der Wahlkreiskonferenz am 21. März zu holen. Nach jetzigem Stand liegt Schröder-Köpf mit 19 Delegierten-Stimmen knapp hinter der langjährigen SPD-Abgeordneten Leuschner mit 21 Stimmen.
Damit sich Schröder-Köpf bei der Wahlkreiskonferenz wider Erwarten noch gegen Leuschner durchsetzt, müssten einige Delegierte von der Empfehlung ihrer Ortsvereine abweichen und doch für die 48-Jährige stimmen - ein nahezu ausgeschlossenes Szenario. Rechtlich sind die 40 Delegierten nicht an die Empfehlung der Ortsvereine gebunden. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass sie sich über die Entscheidungen der Basis hinwegsetzen.
Was die Abstimmungen in den Ortsvereinen anbelangt liegen beide Kandidatinnen nach der Abstimmungsrunde gleichauf: Schröder-Köpf hat die Abstimmungen am Donnerstagabend sowie im Ortsverein Kirchrode-Bemerode-Wülferode für sich entscheiden können. Ebenfalls zweimal gewann Leuschner die Wahl in den Ortsvereinen. Eine weitere Abstimmung endete unentschieden.