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Düsseldorfer Fans verletzen neun Polizisten

Zwei berittene Polizistinnen vor einem Fortuna-Düsseldorf-Bus. © NDR Fotograf: Michael Lindenau Detailansicht des Bildes Nach dem Bundesligaspiel von Hannover 96 gegen Düsseldorf wurde die Polizei von zahlreichen Gäste-Fans angegriffen. Einen unangenehmen Arbeitstag hatte am Sonnabend die Polizei in Hannover. Nach dem Bundesligaspiel von Hannover 96 gegen Fortuna Düsseldorf lieferten sich mehrere Hundert Gästefans Schlägereien mit den Einsatzkräften. Wie die Polizei mitteilte, wurden die Beamten kurz nach Spielschluss mit Flaschen, Steinen, Fahnenstangen und sogar einem Bierfass beworfen. Neun Polizisten erlitten dabei Verletzungen - bei zweien waren diese so schwer, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten. Außerdem wurden zwei Polizeipferde verletzt. 19 Anhänger der Düsseldorfer wurden vorläufig festgenommen, zwei von ihnen erhielten eine Anzeige wegen Landfriedensbruch. Der 3:0-Sieg von 96 hatte zuvor Düsseldorfs Abstieg in die Zweite Liga besiegelt.

Fans randalieren zwei Stunden lang

"Als Erfolg verbuchen wir, dass wir Unbeteiligte vor Übergriffen schützen konnten. Allerdings kann ich bei neun verletzten Beamten unmöglich mit dem Einsatzverlauf zufrieden sein", sagte Einsatzleiter Guido von Cyrson. "Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack." Die Ausschreitungen hatten direkt nach Spielende begonnen und rund zwei Stunden lang gedauert.

Schon im Vorfeld mit Gewalt gerechnet

Bereits im Vorfeld der Partie hatte die Polizei mit Gewalt gerechnet. "Wir haben fast 400 Menschen aus der Hooligan- und Ultra-Szene gehabt, die auf die Düsseldorfer gewartet und offenkundig eine Auseinandersetzung gesucht haben", sagte von Cyrson dem NDR Fernsehen. Glückliche Umstände wie der einsetzende Regen und Staus bei der Anreise der Düsseldorfer Fans hätten eine Konfrontation der Fangruppen jedoch verhindert. Zudem seien mehrere Busse mit Düsseldorfer Fans direkt zum Stadion geleitet worden.

Demo gegen Innenministerkonferenz verläuft friedlich

Polizei begleitet Demostanten durch eine Fußgängerzone, die Banner mit der Aufschrift "No IMK - Gegen ihre Sicherheit" tragen. © NDR Fotograf: Michael Lindenau Detailansicht des Bildes Rund 200 Menschen demonstrierten am Sonnabend in Hannover friedlich gegen die Innenministerkonferenz. Einen weiteren größeren Einsatz hatte die hannoversche Polizei am Sonnabend bei einer Demonstration gegen die am Mittwoch beginnende Frühjahrskonferenz der Innenminister. Rund 200 Menschen zogen in Hannover durch die Innenstadt. Auch dank des starken Polizeiaufgebots blieben die Proteste friedlich.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.05.2013 | 12:00 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/polizei2177.html
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