Good old times!
Der Oldtimer Colibri ist nach langer Zeit wieder in seine Heimatstadt Hameln zurückgekehrt. Das Automobilmuseum blickt auf eine lange Automobilgeschichte zurück.
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"Der" Colibri darf nun endlich Heim: Das Originalmodell von 1908 besticht mit flotter Farbgebung.
Was wäre, würde das VW-Werk nicht in Wolfsburg sondern in Hameln sitzen? Dann wäre die Rattenfängerstadt heute Autostadt in Niedersachsen, Polit- und Wirtschaftsprominenz würde ein und ausgehen und Trainer Felix Magath hätte - unterstützt vom Großkonzern - die "SG Hameln 74" zum Deutschen Fußball-Meister gemacht. Na klar, alles Spinnerei. Tatsache ist aber: In den 30er-Jahren sollte das VW-Werk eigentlich nach Hameln. Und das kommt nicht von ungefähr. Die Stadt hat eine traditionsreiche Autogeschichte. Einer der ersten Oldtimer kehrte nun sogar in seine Geburtsstadt zurück - der Colibri von 1908.
Gold, grün und schwarz sind die Farben des neuen Schmuckstückes im Hamelner Automuseum. Reinhard Burkart freut sich, dass er eines der ersten in Hameln gebauten Fahrzeuge für sein Museum ergattern konnte. "Die Firma Norddeutsche Automobilwerke wurde 1907 gegründet. Bereits im März 1908 verließen die ersten Colibris das Werk, die meisten als Zweisitzer."
Schwarz, grün und gold sind die Farben des "heimgekehrten" Colibri.
3,6 PS sind unter der Motorhaube versteckt, bei einem knappen Liter Hubraum beschleunigte der Colibri auf immerhin 40 Kilometer pro Stunde. Auch vor starken Steigungen, wie dem Brocken, machte der heutige Oldtimer in jungen Jahren keinen Halt. Aber am Heck hing immer ein Wassereimer - für den Fall, dass der Kühler zu heiß wurde.
1915 wurde die Autoproduktion eingestellt - damit war die Zeit des Colibri vorbei. Aber nicht die Zeit des Autobaus in Hameln. Zwei Jahre später übernahm der Westfale Walter von Selve das Werk und produzierte nach dem Krieg Selve-Kraftwagen.