Millionenklage gegen frühere Karmann-Chefs
Der Insolvenz-Verwalter verlangt 20 Millionen Euro. (10.01.2012) mehr
Die Meteor-Gummiwerke produzieren unter anderem Dichtungen für Autos.
Nach einem entsprechenden Antrag der Meteor Gummiwerke in Bockenem (Landkreis Hildesheim) soll im April das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Am Montag wurden die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung über das weitere Vorgehen informiert. Der Betrieb werde aufrecht erhalten, sagte Insolvenzverwalter Christopher Seagon vor rund 1.300 Meteor-Beschäftigten. Wichtige Kunden des Dichtungsspezialisten würden weiterhin die Zulieferungen benötigen. Einige Investoren hätten ihr Interesse an Meteor bekundet. So stünden die Chancen auf eine Rettung des Unternehmens gut.
Löhne und Gehälter seien bis Ende März gesichert. Bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens im April werde es keine Entlassungen geben, so ein Sprecher. Der für Firmenrettungen bekannte Insolvenzverwalter soll in einem guten Redebeitrag eine positive Perspektive von Meteor aufgezeigt und so den Mitarbeitern Mut gemacht haben, sagte Peter Winkelmann, Bezirksleiter der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie nach der Veranstaltung.
Schlechte Nachrichten aus Bockenem bei Hildesheim: Der Dichtungsspezialist Meteor hat Insolvenz angemeldet. Meteor beschäftigt in Niedersachsen 1.800 Mitarbeiter.
Der Dichtungs-Hersteller Meteor hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet, nachdem der indische Investor Ruia erneut einer fälligen Ratenzahlung nicht nachkommen konnte. Die Firma sei überschuldet, ihr drohe die Zahlungsunfähigkeit, so der Insolvenzverwalter am Freitag.
Weltweit beschäftigt Meteor rund 2.300 Mitarbeiter, im Stammwerk Bockenem sind es 1.800. Die Meteor Gummiwerke stellen Dichtungen und Dichtungssysteme für Autos, Züge, Flugzeuge und Gebäude her. Der Jahresumsatz des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben bei etwa 221 Millionen Euro.