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Maschsee-Leiche: Blutspur am Tatort

Sina Massinger von der Mordkomission hält ein Plakat in die Höhe. © NDR Fotograf: Jens Otto Detailansicht des Bildes Mehrere Tausend Flugblätter verteilen die Ermittler der Mordkommission "Fackel" in Hannover. Im Fall der im Maschsee gefundenen Frauenleiche sind die Ermittler einen großen Schritt weiter: Der Tatverdächtige Alexander K. hat die 44-jährige drogenabhängige Gelegenheitsprostituierte Andrea B. augenscheinlich in seiner Wohnung in Hannovers Südstadt getötet. Noch dauere die Spurensicherung an, sagte Polizeisprecherin Anja Gläser gegenüber NDR.de. Aber schon jetzt "sind ganz umfangreiche Spuren in der Wohnung gesichert worden". Ein entscheidendes Indiz sei eine Blutspur, bei der es sich um das Blut der Getöteten handele. "Wir können zweifelsfrei annehmen, dass es sich bei der Wohnung um den Tatort handelt", so Gläser. Wie der Tatverdächtige die zerstückelte Leiche dann allerdings zum Maschsee gebracht habe, sei weiterhin unklar. Die Polizei hält es für möglich, dass eine weitere Person Alexander K. dabei half.

Mehrere Tausend Flugblätter verteilt

Um diese Frage zu klären, hat die Polizei eine große Flugblattaktion gestartet. Ermittler der Mordkommission "Fackel" verteilen mehrere Tausend Flugblätter im Bereich der Südstadt und dort vor allem in der Nähe der Wohnung des Tatverdächtigen. Auf dem Zeugenaufruf sind Alexander K. und Camilla W. abgebildet. Camilla W. hatte an einem Automaten Geld von dem Bankkonto der Toten abgeholt. "Es kann sein, dass die Frau mit dem Tötungsdelikt in Verbindung steht", sagte Gläser. Genaueres sei allerdings noch nicht bekannt.

Bekannte seit mehreren Monaten

Die Polizeisprecherin Anja Gläser am Maschsee in Hannover © NDR Fotograf: Jens Otto Detailansicht des Bildes "Es kann sein, dass Camilla W. mit dem Tötungsdelikt in Verbindung steht", sagt Polizeisprecherin Anja Gläser. Die 36-Jährige aus der Region Hannover kannte den Tatverdächtigen laut Polizei seit mehreren Monaten. Beide hätten sich häufig gemeinsam in dessen Wohnung aufgehalten. Die Polizei hofft auf Zeugen, die Alexander K. allein oder zusammen mit Camilla W. in der Zeit zwischen Sonnabend dem 27. Oktober und Mittwoch dem 31. Oktober in der Nähe seiner Wohnung oder in der Nähe des Maschsees gesehen haben. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0511) 109 55 55 zu melden.

Am Vormittag des 31. Oktober hatte ein Passant Teile der Frauenleiche im Maschsee entdeckt. An den Werkzeugen, die die Taucher bei einer Suchaktion aus dem Maschsee holten, darunter eine Bügelsäge und ein Winkelschleifer, fanden sich nach Angaben der Polizei Spuren des 44-jährigen Opfers.

Nazi-Rapper und Wahlkampfhelfer

Alexander K. sitzt zurzeit in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Hannover hatte Ende November Haftbefehl wegen des Verdachts auf Totschlag erlassen. Bislang schweigt er zu den Vorwürfen. Medienberichten zufolge soll der 24-Jährige Gedichte und Lieder mit rechtsradikalen und gewaltverherrlichenden Inhalten im Internet veröffentlicht haben und als Wahlkampfhelfer für die rechtspopulistische Vereinigung Freie Wähler Bremen tätig gewesen sein. Auch soll der Mann in verschiedenen Doku-Soaps privater Fernsehsender und mindestens einmal im "Tatort" aufgetreten sein.

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Einsatzkräfte der Feuerwehr stehem am Ufer des Maschsees in Hannover. Ein Taucher schaut aus dem Wasser. © NDR Fotograf: Eric Klitzke
 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.12.2012 | 13:30 Uhr

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Mitglieder der Partei "Freie Wähler Bremen e. V." sammeln Unterschriften auf dem Vorplatz des Bremer Hauptbahnhofs. © monitorex
 

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Ein Winkelschleifer der Marke "Alpha-Tools" (vertrieben von Bauhaus) mit Diamant- Fliesenscheibe, auf dessen dunkelblauem Gehäuse sich weiße Farbspritzer befinden. © Polizeidirektion Hannover
 
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Im Maschsee wurden ein Hammer, eine Säge und ein Schleifgerät gefunden.

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