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Maschmeyer-Erpresser forderte 2,5 Millionen

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer © dpa Fotograf: Frank May Detailansicht des Bildes AWD-Gründer Carsten Maschmeyer wurde seit Mittwoch von einem 60-jährigen Mann erpresst. Die Polizei hat einen mutmaßlichen Erpresser des hannoverschen Unternehmers Carsten Maschmeyer festgenommen. Beamte des Mobilen Einsatzkommandos stellten den 60-Jährigen am Sonnabend bei einer vereinbarten Geldübergabe in Münster (Nordrhein-Westfalen). Der Festgenommene wurde bereits am Sonntag einem Haftrichter am Amtsgericht Hannover vorgeführt. Dort legte er ein umfassendes Geständnis ab. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchter räuberischer Erpressung erlassen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

Erpresser drohte mit Gewalt

Wie die Oberstaatsanwältin Irene Silinger auf Anfrage von NDR.de mitteilte, wurde Maschmeyer seit Mittwoch erpresst. In einem Schreiben forderte der Täter 2,5 Millionen Euro von dem AWD-Gründer und drohte mit körperlicher Gewalt. Auch Maschmeyers Lebensgefährtin, die Schauspielerin Veronica Ferres, wurde bedroht. Der Unternehmer schaltete sofort die Polizei ein. Zur Sicherheit seiner 17 und 21 Jahre alten Söhne habe Maschmeyer Personenschützer engagiert.

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Gerhard Schroeder und Carsten Maschmeyer bei einem Bundesliga-Spiel von Hannover 96 gegen Borussia Moenchengladbach 2007. © AP Fotograf: Fabian Bimmer
 
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AWD-Gründer Carsten Maschmeyer und seine Lebensgefährtin Veronika Ferres zeigen sich häufig in der Öffentlichkeit. Auffällig sind die vielen Kontakte zu wichtigen Politikern.

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Mutmaßlicher Täter ist vorbestraft

Der 60-Jährige mutmaßliche Erpresser, der laut Staatsanwaltschaft aus Nordrhein-Westfalen stammt, soll schon einmal wegen Betruges verurteilt worden sein. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung gab er an, durch einen Fernsehbericht auf Maschmeyers Reichtum aufmerksam geworden zu sein. In dem Bericht seien Maschmeyers Villen in Hannover und auf Mallorca gezeigt worden. Es soll keine Anzeichen dafür geben, dass der Beschuldigte Maschmeyer persönlich kennt oder gar geschäftliche Beziehungen zu ihm hatte. Auch Hinweise auf einen möglichen Mittäter gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht.

Kommentare der NDR.de Nutzer:

  • "Cavadürli" kommentiert:

    "Die Schlagzeile 'Staatsanwaltschaft inhaftiert Maschmeyer wegen Betrugs' hätte mir besser gefallen, schade. Frohe Weihnacht allen AWD-Geschädigten."

  • "Ohne Namen" kommentiert:

    "Ja, der Maschmeyer, der kann einem schon leid tun. Wollen wir hoffen, dass sein bester Freund Chrissi W. ihm tapfer zur Seite steht."

  • "niemand" kommentiert:

    "Da hat ein illegaler Verbrecher einen legalen Verbrecher erpresst. Oder war es ein Geschädigter, der nur sein durch Wulff-Freund Maschmeyer "legal" umgelagertes Vermögen zurückhaben wollte?"

  • "Manuela" kommentiert:

    "Was, wenn tatsächlich die Kinder von Herrn Maschmeyer entführt worden wären oder Gewalt ins Spiel gekommen wäre? Würden dann auch alle Kommentatoren hier schreiben: "Recht so"?

  • "coolman" kommentiert:

    "Es ist in unserem Staat doch immer wieder verwunderlich, wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Natürlich, Erpressung ist ein Straftatbestand. Betrug aber auch! Wie kann es sein, dass ein Maschmeyer, oder seine Gesellschaft AWD, Millionen von Anlegern betrogen hat und heute noch auf freiem Fuß ist?

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Zentrale von AWD in Hannover © dpa - Report Fotograf: Peter Steffen
 

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