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Bahlsen kommt Keks-Entführer entgegen

Unternehmenschef Werner Michael Bahlsen steht in der Firmenzentrale in Hannover an einem Tisch mit Leibniz-Keksen. © dpa Fotograf: Jochen Lübke Detailansicht des Bildes 52.000 Packungen Kekse will Bahlsen-Chef Werner M. Bahlsen spenden. Wie viele Zähne dabei wohl zusammenkommen? "Wir lassen uns nicht erpressen", hatte Bahlsen-Chef Werner M. Bahlsen zunächst gesagt. Am Mittwochabend war er dann doch bereit, sich auf den Erpresser zuzubewegen: Der hannoversche Keks-Hersteller hat dem Dieb des vergoldeten Messing-Kekses ein Angebot gemacht. 52.000 Packungen Kekse werde das Unternehmen an 52 soziale Einrichtungen spenden - wenn das 20 Kilo schwere, 100 Jahre alte Wahrzeichen wieder auftaucht.

Erst die Spende oder erst der Keks?

Ob das dem Krümelmonster reicht? Das blaue Monster hatte am Dienstag in einem Erpresserbrief verlangt, dass Bahlsen einen Tag lang alle Stationen des Kinderkrankenhauses Bult mit Keksen versorgen soll - und zwar bitte mit denen mit Vollmilchschokolade. Außerdem sollen die 1.000 Euro Belohnung, die Bahlsen dem Finder versprochen hat, an ein Tierheim gehen. Wohlgemerkt erst danach will sich das Krümelmonster wieder melden und mitteilen, wo der Keks sich befindet. Bahlsen will den Spieß nun umdrehen.

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Werner Michael Bahlsen vor einem großen Bahlsen-Keks-Bild. © dpa Fotograf: Jochen Lübke
 
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"Es sieht so aus, als ob der Keks echt ist"

Werner M. Bahlsen appelliert an den Erpresser, den goldenen Keks zurückzugeben. Auf die Forderung des Krümelmonsters werde der Keks-Hersteller nicht eingehen.

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"Keks scheint echt zu sein"

Dem Brief lag auch ein Foto bei, auf dem das Krümelmonster einen überdimensionalen Metall-Keks in den Händen hält. Bahlsen geht davon aus, dass es sich bei dem abgebildeten Keks um das Original handelt. "Es sieht so aus, als ob er echt ist", so der Firmenchef. An die Erpresser appellierte er: "Bringt uns den Keks zurück!" Auf das Krümelmonster angesprochen sagte er: "Da hat sich jemand einen Scherz erlaubt und versucht, die Angelegenheit ins Humorvolle zu ziehen."

Indizien sprechen gegen Krümelmonster

Tatsächlich sprechen auch die Indizien gegen eine Täterschaft des Krümelmonsters. Auf dem Bild im Erpresserbrief ähnelt es mit seinem glatten Fell und dem spitzen Mund eher Kermit dem Frosch. Außerdem gehört das Krümelmonster zweifellos zu den weniger intelligenten Monstern. Haben wir es in der Sesamstraße jemals schreiben gesehen? Auch sein Sprachschatz, der sich vornehmlich auf das Wort "Keeeeeeekse!" beschränkt, legt nahe, dass der Erpresserbrief von einem Intelligenteren geschrieben wurde. Auch hier kommt Kermit infrage, der stets für jede Frage eine passende Erklärung parat hat.

Das sagen die NDR.de Nutzer zu dem Keks-Diebstahl:

  • Auch "Kurt" zweifelt an Krümelmonsters Täterschaft

    "Als alter Krimifan habe ich meine Zweifel an der Täterschaft des Krümelmonsters. Das ist, was man allgemein einen "Red Herring" nennt. Denn seit 2005 frisst das Krümelmonster ganz erzieherisch wertvolle Kost, im Wesentlichen Kohlrabi und nur gelegentlich einen Vollkornkeks (womit, nebenbei und mal ganz ernst gesagt, eine der erfolgreichsten Figuren der Sesamstraße vollkommen verhunzt wurde). Der Kekshunger ist nicht mehr da, also hat das Monster auch kein Motiv!"

  • "Stahlmann" pocht auf eine DNA-Analyse

    "Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das Krümelmonster auf dem Bild eher eine Mischung aus Krümel und Kermit ist... Mansollte DNA-Proben von beiden nehmen und nach einem unehelichen Froschmonsterkind fahnden!"

  • Eine gute PR für Bahlsen, meint "zumaliese"

    "Meine Meinung: Bahlsen sollte Diese Angelegenheit eher sportlich sehen. Die Outlett-Stores plündern und die Kinder großzügig beschenken. Die 1000 Euro sind im Tierheim gut angelegt und steuerlich absetzbar. Nutze diese einmalige Gelegenheit zu deinem Vorteil. Eine bessere PR Möglichkeit läßt sich kaum finden. Meine Sympathie gilt beiden Seiten."

  • Das sieht auch "Oskar" so

    "Ich appeliere an Bahlsen den Erpressern nach zu geben und die Forderungen zu erfüllen. Dies würde wirklich mal gute PR bringen. Und wer kann Krümmelmonster schon wiederstehen?"

  • "kokosnuss" fühlt sich an Robin Hood erinnert

    "Also ich find die Aktion hat etwas Robin-Hood mäßiges...Eigentlich ganz OK, gibt schlimmeres"

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Unterstützung erfahrener Ermittler benötigt

Gegen das Krümelmonster als Verdächtigen spricht zudem die Größe des Bahlsen-Kekses. Dieser ist mit seinem Ausmaß von 50 mal 40 Zentimetern nur wenig kleiner als das Krümelmonster selbst. An dieser Stelle würde aber auch Kermit als Verdächtiger ausscheiden, der noch kleiner ist als das Krümelmonster. Vielleicht ein Fall für eine besonders erfahrene Ermittlerin - wie Charlotte Lindholm? Sie kennt sich in Hannover aus. Vom LKA bis zum Tatort an der Podbielskistraße ist es nur ein Katzensprung. Außerdem ist Frau Lindholm bekannt für ihre Alleingänge. Ein solcher wäre auch in diesem Fall notwendig, denn ihre Kollegen vom LKA Hannover sagen, sie seien nicht für den Keks-Fall zuständig.

Ein Bahlsen-Mitarbeiter hatte in der vergangenen Woche entdeckt, dass der überdimensionale Leibniz-Keks nicht mehr an der Fassade des Stammhauses hing.

Der Erpresserbrief

null Kekse
ich habe den keks! ihr wollt ihn haben. und Deswegen wollt ihr an einem Tag im Februar Allen Kindern im Krankenhaus BULT Kekse schenken. Aber die mit Voll Milch, nicht Die Mit schwarzer schokolade und nicht die ohne Schokolade und einen goldenen Keks für die Kinder KREBS Station. SONST geht Das Nicht! und dazu wollt Ihr die 1000 Euro Belohnung an das tierheim in LANGENHAGEN Spenden. Also hoffentlich habt n den keks. SO Lieb WIE ich und wollt desHAlb wirklich Großzügig SEin! echt und Das ist ernst! Sonst: kommt der zu oskAr in die Mülltonne wirklich!!! WENN ihr das alles gemac Habt schreibe ICH wieder einen Brief. DA STEht Dann DRIN WO der Keks ist
krüMelMonster

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.01.2013 | 16:00 Uhr

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Erpresserbrief des Krümelmonsters: "Geschrieben" aus ausgeschnittenen Teitungsbuchstaben © dpa-Bildfunk Fotograf: Michael Thomas/HAZ/dpa
 
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Krümelmonster bei der Pressekonferenz der Sesamstraße © NDR Fotograf: Bettina Meier
 

Keks-Klau: Na klar, das Krümelmonster war's

Nach dem Diebstahl des Bahlsen-Kekses ist ein Erpresserbrief aufgetaucht. mehr


Leibniz-Keks: Erste Ermittlungsansätze

Das Wahrzeichen der Firma Bahlsen in Hannover ist verschwunden. mehr

Glosse
Auf dem Bild sind zwei grün gefärbte Statuen mit goldenen Helmen auf dem Kopf zu sehen, die ein zur Brezel geformtes Objekt halten, in dessen Mitte ein Objekt hängt, das wie ein goldener Keks aussieht.  An dem Objekt hängen kleine goldene Dinge. © Polizeidirektion Hannover Fotograf: Polizeidirektion Hannover
 

Gedanken zum goldenen Keks

28.01.2013 | 18:25 Uhr
NDR Info

Welche Naschkatze hat den 20 Kilo schweren goldenen Leibniz-Keks in Hannover mitgehen lassen? mehr

Hintergrund
Bahlsenauto um 1910. © NDR/doc.station GmbH/Bahlsen
 

Bahlsen - Ein Keks macht Karriere

1889 gründet Hermann Bahlsen in Hannover eine Fabrik und produziert den Leibniz-Keks. mehr

Videos
Conrad von Meding, Stellverstretender Ressortleiter Lokales Hannoversche Allgemeine Zeitung, untersucht den Erpresserbrief des Krümelmonsters. © NDR Fotograf: Josy Wübben
 
Video

"Ist es nur ein Trittbrettfahrer?"

Conrad von Meding von der (HAZ) über Erkenntnisse und Vermutungen.

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Wer hat den Bahlsen-Keks geklaut?

Bei der HAZ ist ein Bekennerbrief des Krümelmonsters eingegangen.

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