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AKW Grohnde bleibt Störfall-Spitzenreiter

Das AKW Grohnde  Detailansicht des Bildes 231 Störfälle hat es im AKW Grohnde seit 1984 gegeben. (Archivbild) Kleinere Störfälle gibt es in Atomkraftwerken ständig - nicht nur in Ländern wie Russland, Indien und Japan. Auch in Deutschland gehören die sogenannten meldepflichtigen Ereignisse fast zur Tagesordnung. Störfall-Spitzenreiter ist hier das AKW Grohnde, wie Atomkraftgegner der Regionalkonferenz "Grohnde abschalten" am Freitag mitteilten. In dem Atomkraftwerk im Landkreis Hameln-Pyrmont habe es 231 Störfall-Meldungen gegeben, seitdem es im Jahr 1984 in Betrieb genommen wurde. Unter den neun noch laufenden Atomkraftwerken in Deutschland halte es damit weiter den Negativ-Rekord, erklärte Tobias Darge von der Regionalkonferenz. Darge beruft sich auf eine Statistik des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).

231 Störfälle seit 28 Jahren

Hallo Niedersachsen - 28.12.2012 19:30 Uhr - Autor/in: Annika Erdmann

Umweltschützer haben festgestellt, dass im Atomkraftwerk in Grohnde (Landkreis Hameln-Pyrmont) auch in diesem Jahr die meisten Störfälle zu verzeichnen waren.

 

Die Störfälle der aktiven norddeutschen Atomkraftwerke
AKWmeldepflichtige EreignisseInbetriebnahme
Grohnde (Niedersachsen)2311984
Brokdorf (Schleswig-Holstein)2211986
Emsland (Niedersachsen)1321988

132 Störfälle in Lingen

Bis zu seiner endgültigen Abschaltung im Jahr 2011 hielt das 1976 in Betrieb genommene Atomkraftwerk Brunsbüttel den Negativ-Rekord mit 470 Störfällen. Ebenfalls in Schleswig-Holstein ist zurzeit noch das AKW Brokdorf in Betrieb, das mit 221 Störfällen seit 1986 den dritten Platz auf der aktuellen Negativ-Liste belegt. Im zwei Jahre später ans Netz gegangenen AKW Emsland im niedersächsischen Lingen gab es dagegen mit 132 meldepflichtigen Ereignissen vergleichsweise wenige Störfälle.

Die acht Störfall-Stufen

Die Störfälle werden auf der internationalen Bewertungsskala (INES) in acht Stufen eingeteilt: Die Stufe 0 steht für Ereignisse ohne oder mit lediglich geringer sicherheitstechnischer Bedeutung. Die Stufe 1 steht für Störung, 2 für Störfall, 3 für ernster Störfall, 4 für Unfall, 5 für ernster Unfall, 6 für schwerer Unfall und 7 für katastrophaler Unfall.

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Luftbild vom Kernkraftwerk Emsland (KKE) in Lingen. © dpa Fotograf: Friso Gentsch
 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 28.12.2012 | 13:30 Uhr

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) listet die Störfälle deutscher Atomkraftwerke auf.

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Im Atomkraftwerk Grohnde wird ein zuvor antransportierter Brennelementbehälter verladen. © NDR Fotograf: Eric Klitzke
 

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