Das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen seiner altägyptischen Sammlung. Im Jubiläumsjahr gibt es eine Sonderausstellung: Kostbare Beigaben aus vier Gräbern sind erstmals nach ihrer Entdeckung wieder an einem einzigen Ort zu sehen.
Unter dem Titel "Giza - Am Fuß der großen Pyramide" werden die rund 5.000 Jahre alten Schätze gezeigt.
Die mehr als 250 Funde der Schau sind aus 13 internationalen Museen nach Hildesheim gekommen. Die Archäologen Georg Steindorff und Hermann Junker hatten sie in Giza ausgegraben.
Zu den Entdeckungen bei den Ausgrabungen Anfang des 20. Jahrhunderts gehören Statuen von Grabherren und auch von deren Bediensteten.
Wegen der aktuellen politischen Umwälzungen in Ägypten war es lange Zeit nicht klar, ob 15 exklusive Leihgaben aus Kairo rechtzeitig in Hildesheim eintreffen würden.
Die Ausstellung "Giza" war das letzte Projekt der ehemaligen Museumsdirektorin Katja Lembke.
Neben Figürlichem wurde den Toten im Alten Reich auch ganz Pragmatisches mit in die Grabkammer gegeben, so zum Beispiel Werkzeuge, Schmuck oder Kosmetik.
Denn für die Ägypter ging es auch immer um das Leben in der Ewigkeit, für die man nicht gut genug ausgerüstet sein kann.
Eines der klassischsten Ägypten-Artefakte findet sich selbstverständlich ebenfalls in der Sonderausstellung: Hieroglyphen.