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Der Dalai Lama kommt nach Steinhude

von Christian Jekat und Christian Papesch

Geshe Gendun Yonten mit dem Dalai-Lama  Detailansicht des Bildes Geshe Gendun Yonten mit dem Dalai-Lama in dessen Privaträumen Im September ist es soweit. Dann wird der Dalai Lama, geistiges Oberhaupt der Tibeter, in Niedersachsen erwartet. In Steinhude soll er mit Schülern zusammentreffen, um mit ihnen über Weltethos und Toleranz zu diskutieren. Im Schulzentrum Steinhude bereiten sich die Schüler schon seit Monaten auf das Treffen vor. In Arbeitsgruppen haben sie eine Ausstellung konzipiert und umgesetzt, mit der sie dem Thema Religionsfrieden auf den Grund gehen. Die IGS List, die Graf-Wilhelm-Schule und das Gymnasium Steinhude sind die ersten "Weltethos-Schulen" in Deutschland.

Steinhude freut sich auf den Dalai Lama

- 13.06.2013 14:01 Uhr - Autor/in: Christian Papesch und Christian Jekat

Im September besucht der Dalai Lama das Schulzentrum Steinhude. Eingeladen hat ihn Geshe Gendun Yonten, der vor 20 Jahren gemeinsam mit ihm in einem indischen Kloster gelebt hat.

Steinhuder war mit Dalai Lama im Kloster

Initiator des Besuchs ist Geshe Gendun Yonten, der einst zusammen mit dem Dalai Lama in einem Kloster lebte. Heute wohnt Yonten in einem kleinen Haus am Steinhuder Meer. Den Kontakt nutzt Yonten jetzt, um das geistliche Oberhaupt nach Hannover zu locken. Yonten verspricht sich von dem Dalai-Lama Besuch vor allem Unterstützung für sein eigenes Hilfsprojekt "Tibet Kinder". Weil viele Kinder medizinisch unterversorgt sind, möchte Yonten in Osttibet eine Krankenstation errichten - Kosten: 12.000 Euro. Der Dalai-Lama Besuch, so hofft Yonten, könnte das fehlende Geld durch Spenden aufbringen. Das Oberhaupt der Tibeter hat Yonten vor allem als "menschlich und herzlich" in Erinnerung.

 

Das Projekt "Weltethos"

Das Projekt „Weltethos“ versucht, aus allen Religionen Gemeinsamkeiten als Ethos abzuleiten, die alle akzeptieren können. Der Schweizer Theologe Hans Küng hat das Projekt initiiert. Kern des „Weltethos“ ist die sogenannte „Goldene Regel“, die sich in allen Weltreligionen wiederfindet. Sie besagt zu deutsch: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu.

"Im Mittelpunkt stehen die Kinder"

Von dem Projekt sollen aber nicht nur tibetische, sondern auch deutsche Kinder profitieren. Yonten freut sich über das Interesse der Schüler und möchte nun Patenschaften zwischen einzelnen Kindern initiieren. Auch ein Schüleraustausch sei geplant.

Ob er dem Dalai Lama auch die Gegend rund um das Steinhuder Meer zeigen wolle? „Er bleibt nur zwei Tage und im Mittelpunkt stehen ja die Kinder“, sagt Yonten, der selbst einen Doktor in Philosophie hat und an Universitäten lehrte. Nun will er das Treffen so gut wie möglich vorbereiten - das Programm ist noch in der Planung.

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