Die verdächtige Tüte wurde mit einem Wasserstrahl aufgesprengt.
Die Polizei hat eine am Freitagnachmittag auf dem Hauptbahnhof Hannover entdeckte verdächtige Tüte gesprengt. Auf einem Bahnsteig war um 12.42 Uhr die Tüte nahe eines Abfallbehälters entdeckt worden, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Nachdem der Fund niemandem zugeordnet werden konnte, wurden die Bahnsteige 9 bis 14 vorsorglich gesperrt.
Weil Sprengstoffexperten die Gefährlichkeit des Tüteninhalts nicht abschätzen konnten, entschied man sich für eine Zerstörung, so die Bundespolizei. Ein von den Spezialisten eingesetzter Roboter zerschoss die Tüte mit einem Wasserstrahl. Die Polizei stellte klar, dass es sich bei der Untersuchung der Tüte um ein Routinevorgehen handelt. Es sei keine verschärfte Reaktion auf die Terrorwarnungen der Bundesregierung.
Von wem der Hinweis auf die Tüte gekommen war, wollte die Bundespolizei bisher nicht sagen. In der Tüte befand sich ein kleiner schwarzer Rucksack mit Alltagsgegenständen, "auf den ersten Blick nichts Gefährliches", meinte ein Polizeisprecher. Kriminaltechniker wollten den zerstörten Inhalt dennoch untersuchen.
Im Bahnverkehr kam es zu Verspätungen zwischen zehn und zwanzig Minuten. Züge wurden über andere Gleise umgeleitet. Die Reisenden reagierten besonnen und mit Verständnis auf die Situation. Der gesperrte Bereich wurde inzwischen wieder freigegeben.
Auch in Düsseldorf wurde ein Gleis gesperrt und ein ICE evakuiert. In dem Zug war ein nicht identifizierbarer Gegenstand entdeckt worden. Nach einer Untersuchung durch Sprengstoffexperten konnte Entwarnung gegeben werden. Der ICE von Kiel nach Basel konnte danach seine Fahrt fortsetzen.