Die Fassade gepflegt, die Fenster geputzt, der Vorplatz gefegt: Schon von außen wirkt das Bahnhofsgebäude in Barsinghausen freundlich und sauber. 2009 kaufte der Arbeiter-Samariter-Bund das leerstehnde Gebäude von der Deutschen Bahn - um Räume für sich zu haben. Aber nicht nur für sich selbst hat der ASB Platz geschaffen.
Auch für die Reisenden und die Bürger im Ort. Denn der vor eineinhalb Jahren wiederbelebte Bahnhof ist inzwischen Treffpunkt und Zentrum. Das Herzstück ist die Wartehalle.
Wer ein paar Minuten zu früh kommt, der muss sich im Bahnhof nicht langweilen. Hier können sich Reisende in der Bücherecke die Zeit vertreiben.
Oder sich mit einem kleinen Snack im Bistro für die Reise stärken.
Für frisch Verliebte dürfte die "Kussecke" wohl der richtige Aufenthaltsplatz in der Wartehalle sein. Manchmal gibt es auch Musikfeste.
Einmalig ist auch eine Foto-Aktion: Auf einer orangenen Bank werden Besucher fotografiert, deren Bilder an die Wand in der Wartehalle gehängt und ins Internet gestellt werden. Bahnhofsmanagerin Sarah Lang und ASB-Vorstand Werner Guder posieren dafür natürlich auch gerne.
Rund 5.000 Reisende gehen täglich im Bahnhof Barsinghausen ein und aus. Ihre Tickets können sie entweder am Automaten - oder wie in alten Zeiten am Schalter kaufen.
Und da der ASB den Bahnhof ursprünglich kaufte, um dort eigene Räume einzurichten, sind natürlich auch die vorhanden.
"Beim Wettbewerb 'Bahnhof des Jahres' haben wir gute Chancen", sagt der ASB-Geschäftsführer Jens Meier. Bei dem Wettbewerb tritt der Bahnhof Barsinghausen unter anderem gegen die Bahnhöfe von Hannover, Göttingen und Leipzig an. Meier hofft auf einen Platz weit vorne.