Stand: 30.11.2012 10:21 Uhr
Abschied vom Bahlsen-Weihnachtsgebäck
Bahlsen will in Deutschland künftig kein Weihnachtsgebäck mehr verkaufen.
Bald ist Schluss mit Lebkuchen, Pfeffernüssen, Zimtsternen und anderen Weihnachtsspezialitäten: Der hannoversche Süßwarenhersteller Bahlsen will die Saisonprodukte ab kommendem Jahr nicht mehr herstellen. Nach Unternehmensangaben rentiert sich das Geschäft wegen der großen Konkurrenz nicht mehr - zumindest auf dem Heimatmarkt. "Der Markt für Weihnachtsgebäck in Deutschland ist seit Jahren leicht rückläufig", erklärte das Keks-Imperium. Den Schritt hatte Bahlsen bereits im Sommer angekündigt.
Gutes Geschäft in Österreich
Die Lücke will Bahlsen durch die derzeit gute Nachfrage in den Nachbarländern füllen. Besonders auf dem österreichischen Markt entwickle sich das Geschäft mit Weihnachtsprodukten noch positiv. Für die Beschäftigten soll dieser Strategiewechsel keine größeren Folgen haben. Der Süßwarenhersteller denkt eigenen Angaben zufolge darüber nach, das Kerngeschäft durch Ganzjahres-Umsatzgarantien zu stärken.
Harte Konkurrenz bei Saisonartikeln
Das Saisongeschäft macht auch anderen Herstellern zu schaffen. "Der Markt ist hart umkämpft, es gibt eine Vielzahl von Anbietern, auch Spezialisten für bestimmte Produktgruppen", sagte der Inhaber des Aachener Lebkuchen- und Printen-Herstellers Lambertz, Hermann Bühlbecker. Darüber hinaus machten die zahlreichen Handels-Eigenmarken traditionellen Unternehmen Konkurrenz.
Bahlsen: Die Geschichte einer Keksdynastie
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Die Bahlsen-Bäckerei in der Friesenstraße in Hannover - 1889 übernimmt Hermann Bahlsen den Betrieb mit zehn Mitarbeitern.
Bahlsen ist 30 Jahre alt und hat keine Ahnung vom Backen, als er beginnt, sein Keksimperium aufzubauen.
Aber erfolgreich ist er trotzdem, das Unternehmen wächst. 1911 baut Bahlsen deshalb eine neue Fabrik in der Lister Straße sowie ein Verwaltungsgebäude in der Podbielskistraße.
Die Brezelmänner am Stammhaus in der Podbielskistraße sind noch heute die Wahrzeichen der Firma.
Zunächst werden die Kekse lose verkauft, etwa an Bahnhöfen.
Mit Erfolg - Leibniz-Kekse werden ein Renner - der Absatz steigt stetig, ...
... im Jahre 1912 beschäftigt der Keks-Fabrikant bereits 1.700 Angestellte.
Sie produzieren in einer hochmodernen Fabrik. Fließbänder hat Bahlsen noch vor dem amerikanischen Automobilbauer Henry Ford.
Werbung ist für den Firmengründer von Beginn an sehr wichtig. Dabei arbeitet er gerne mit Künstlern zusammen.
Für seine vier Söhne hingegen hat der Patriarch kaum Zeit. Ein Kindermädchen kümmert sich um die Jungs, denn die Mutter ist krank.
Trotzdem übernehmen drei seiner Söhne nach seinem Tod das Unternehmen. Heute leitet Hermann Bahlsens Enkel Werner Michael Bahlsen - hier vor einem Porträt seines Großvaters - den süßen Zweig der Firma.
Auch die heutigen Produktionsanlagen sind hochmodern. Über 2.500 Mitarbeiter - davon 550 im Ausland - beschäftigt Bahlsen aktuell und ist trotzdem noch immer ein Familienunternehmen.
Auch die heutigen Produktionsanlagen sind hochmodern. Über 2.500 Mitarbeiter - davon 550 im Ausland - beschäftigt Bahlsen aktuell und ist trotzdem noch immer ein Familienunternehmen.
"Ob die uns wohl vermissen würden ... ?"
Nun ja, diese Ursprungsmeldung ist jetzt überholt, Bahlsen gibt nicht auf. Warum auch!? [mehr]
Vielleicht wäre genauere Marktbeobachtung sinnvoll
Der Qualitätsstandard ist gar nicht das Problem, sondern das Angebot. Ich denke z.B. an die Akora Lebkuchenherzen. Diese habe ich jedes Jahr meistens im großen Stil gekauft weil sie mir einfach weit... [mehr]
schade,ich bin ein bahlsenfan [mehr]
Manager Spinnereien
Anstatt solide Umsätze und Gewinne mitzunehmen, spinnt man jetzt herum, dass das Geschäft nicht mehr rentabel GENUG sei. Soll Bahlsen sich am besten gleich ganz verabschieden. [mehr]
Leckere Kekse
Wenn jemand leckere Kekse für einen angemessen Preis (sagen wir 2-3 Euro) auf den Markt bringt, kaufe ich die auch. Denn alles was um 1 Euro kostet, ist lapidar gesagt, zum Kotzen. Die Konkurrenz... [mehr]