AKTUELLES AUS DER REGION
  • Niedersachsen Regionen Niedersachsen Hannover Heide Osnabrück Oldenburg Harz
    Möglichkeit zur Auswahl der Region
 

Wiesenhof unterliegt vor Gericht

Massentierhaltung von Hühnern in einer Geflügelfarm in Twistringen. © dpa Fotograf: Peta Detailansicht des Bildes Wiesenhof braucht mehr Wasser für seinen Schlachthof in Lohne. Zwei Millionen Hähnchen werden hier pro Woche geschlachtet. Die ewig junge Geschichte vom David und dem Goliath ist um ein Kapitel reicher. Es spielt allerdings nicht im Heiligen Land - sondern in Vechta. Dort hat der größte Geflügelproduzent Deutschlands, die Firma Wiesenhof, vor Gericht eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Wiesenhof plante, das Grundwasser in der Umgebung rund um seinen Schlachthof in Lohne anzuzapfen. Und im Zuge dieser Pläne sollten Leitungen über angrenzende Grundstücke geführt werden. Das untersagte das Amtsgericht Vechta am Donnerstag.

Zwei Millionen Hähnchen in der Woche

Das Gericht schätzt das Interesse der Grundstückseigentümer höher ein als die geplante Nutzung im Gewerbebetrieb. Die Anlieger befürchten eine Absenkung des Grundwassers durch die Wasserentnahme von Wiesenhof. Dadurch würden Felder verdorren oder Gewässer austrocknen. Wiesenhof lässt in Lohne wöchentlich etwa zwei Millionen Hähnchen schlachten und will diese Zahl in Zukunft noch erhöhen. Ein Anwalt des Unternehmens kündigte bereits an, dass er Berufung einlegen werde.

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/wiesenhof133.html
Weitere Informationen
Masthähnchen liegen dicht an dicht auf Stroh. © Engel & Zimmermann AG Fotograf: Engel & Zimmermann AG
 

Wiesenhof-Reportage sorgt für Entsetzen

In der ARD lief am Mittwoch eine Reportage über den Geflügelkonzern. (14.09.2011) mehr


Ermittlungen gegen Wiesenhof eingestellt

Staatsanwaltschaft Verden kann Verfehlungen nicht eindeutig zu ordnen. (14.12.2011) mehr


Geflügelbetriebe kritisieren BUND-Studie

Ein Unternehmenssprecher von Stolle spricht der Untersuchung Seriösität ab. (10.01.2012) mehr