Karmänner sind die schnellsten VWler
In Osnabrück feiert Volkswagen den schnellsten Produktionsstart. (21.11.2011) mehr
VW-Mitarbeiter in Osnabrück konnten ihren Familien das Werk zeigen.
Bei großen Firmen wie Volkswagen dürfen Kinder normalerweise überhaupt nicht auf das Werksgelände. Am Sonnabend gab es eine Ausnahme: Das VW-Werk Osnabrück hat erstmals alle Mitarbeiter und ihre Angehörigen zum Familientag eingeladen.
Nach der schweren Zeit durch die Karmann-Insolvenz war das für viele ein wichtiger Tag. "Ich bin 30 Jahre bei Karmann gewesen. Der Übergang zu VW ist auch heute noch schwer - gedanklich schwer. Und dies ist sicherlich ein Beitrag dazu, bei VW anzukommen", sagte Holger Kuhlmann, der als Meister im Presswerk bei VW arbeitet. Die komplette Fahrzeugfertigung konnte er seiner Familie zeigen.
Nach Angaben von VW kamen mehr als 10.000 Besucher. Der Tag sei ein Dankeschön an alle 1.800 Mitarbeiter, deren Familien und Freunde, denn die hätten den Produktionsstart des Golf Cabriolet gut gemeistert und in den vergangen zwei Jahren Wochenendarbeit und noch einiges mehr in Kauf genommen, so Ludger Teeken, Sprecher der Geschäftsführung: "In diesem Jahr war es so, dass wir keinen Werksurlaub hatten. Aber da hat es überhaupt keine Probleme mit den Mitarbeitern gegeben. Alle haben engagiert mitgemacht und hatten absolutes Verständnis."
Ein Grund für das Engagement der Arbeiter sei, dass VW eine Perspektive biete. Für das kommende Jahr ist das der Porsche Boxster. Deshalb sei die Beschäftigung gesichert. Wenn Ende 2012 die Boxster-Produktion beginne, würden wieder neue Kräfte eingestellt, so Teeken. Der Betriebsrat nannte konkrete Zahlen: Er rechnet damit, dass Osnabrück langfristig ein Standort mit 3.000 Beschäftigten wird.