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Lathen: Elektroautos statt Transrapid

Die Transrapid-Teststrecke bei Lathen © dpa Detailansicht des Bildes Das Aus war schon beschlossen. Nun geht es auf dem Gelände der Transrapid-Versuchsanlage teilweise weiter. Nun ist es sicher: Künftig wird auf dem Transrapid-Gelände in Lathen nach verbesserten Tankmöglichkeiten für Elektroautos geforscht. Ein entsprechender Förderantrag der Betreibergesellschaft IABG auf Nachfolgenutzung ist genehmigt worden. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium gegenüber dem NDR. Der Bund will abermals 2,3 Millionen Euro in den Standort investieren. Die Transrapid-Forscher sollen eine Lösung finden, elektrisch betriebene Fahrzeuge künftig kabellos wieder aufzuladen. Bislang müssen dafür Steckdosen angefahren werden.

Rückbaupläne werden dennoch umgesetzt

Solartankstelle mit tankenden Autos © NDR Online Fotograf: Jens Otto Detailansicht des Bildes Die Forscher in Lathen sollen Strom-Tankstellen wie diese künftig überflüssig machen. Allerdings wird für dieses Vorhaben der 32 Kilometer lange Stelzenweg auf dem Transrapid-Versuchsgelände nicht benötigt, wie ein Sprecher im Bundesverkehrsministerium sagte. Weiter genutzt werden sollen nur die Hallen auf dem Gelände in Lathen. An dem geplanten Rückbau ab Januar nächsten Jahres werde sich nichts ändern. Insgesamt muss der Bund dafür 40 Millionen Euro zahlen. Die Transrapid-Betreibergesellschaft wiederum hat sich verpflichtet, den Rückbau nach Ablauf der Betriebsgenehmigung Ende des Jahres umzusetzen. Was das neue Projekt nun für die rund 50 verbliebenen Mitarbeiter in Lathen bedeutet, ist noch unklar. Laut Betriebsrat wurden bis jetzt keine Kündigungen ausgesprochen.

Tanken während der Fahrt

Die Idee ist einfach: Statt wie bisher Elektrofahrzeuge an eine Steckdose zu fahren und die Batterie dort aufzuladen, soll dies künftig zum Beispiel kabellos an einer Ampel möglich sein. Dafür könnten in großen Städten vor Ampeln Induktionsspulen in die Fahrbahnen eingelassen werden, die stehende Autos über elektromagnetische Felder mit Strom versorgen. Die IABG hat die Kosten für das bis Ende 2012 befristete Projekt mit rund vier Millionen Euro angegeben, rund die Hälfte zahlt der Bund.

Holzkreuz an der Unfallstelle des Transrapids in Lathen © picture-alliance / akg-images Fotograf: Ingo Wagner Detailansicht des Bildes Der Unfall 2006 sorgte für das jetzige Aus der Transrapid-Teststrecke im Emsland. Einst war die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Meppen und Papenburg ein deutsches Vorzeigeprojekt. Eröffnet wurde die Versuchsanlage 1985. Mit dem Unglück am 22. September 2006, bei dem 23 Menschen starben, kam das Aus für die Transrapid-Versuchsanlage im Emsland.

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