Osnabrücks neue Städtebotschafter sind bereit
Das Amt des Städtebotschafters in Osnabrück ist bundesweit einmalig. Junge Menschen aus verschiedenen Ländern kümmern sich ein Jahr lang um Menschen aus ihren Heimatländern.
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Ein Jahr lang kümmern sich die neuen Städtebotschafter um Menschen aus ihren Heimatländern.
Was haben Adrien Clémenceau aus Angers in Frankreich, Galina Kudryavtseva aus dem russischen Twer und Rιza Baysal aus Çanakkale in der Türkei gemeinsam? Sie alle sind jung - und seit dem 1. Oktober arbeiten sie als "Städtebotschafter" in Osnabrück. Ihre Aufgabe: Sie kümmern sich vor Ort um einen regen Austausch und sind zugleich Ansprechpartner für die Menschen aus ihren jeweiligen Heimatländern, die in Osnabrück leben oder arbeiten. Ein Jahr lang ist das Rathaus ihr Amtssitz. Die Botschafter kommen aus den Niederlanden und Frankreich, aus England, Russland und der Türkei. Und das Ganze gilt natürlich auch umgekehrt. Das heißt: Auch Osnabrücker Botschafter gehen für ein Jahr ins Ausland und arbeiten in den jeweiligen Partnerstädten.
Das deutschlandweit immer noch einmalige Amt existiert bereits seit den 60er-Jahren: 1965 machte sich der erste Städtebotschafter auf den Weg ins französische Angers, seit 1967 findet zwischen den beiden Städten ein regelmäßiger Austausch statt. Auch zwischen dem niederländischen Haarlem und Osnabrück werden bereits seit den 60er-Jahren Städtebotschafter hin und her geschickt, seit 1976 gibt es den Austausch mit der englischen Stadt Derby. 1990 kam dann noch Twer in Russland und 2005 schließlich die türkische Stadt Çanakkale dazu.
Nach Angaben der Stadt haben bis heute mehr als 200 junge Frauen und Männer dieses Angebot genutzt und für ein Jahr in einer Partnerstadt gearbeitet. Nicht alle sind wieder in ihre Heimat zurückgegangen: So blieb zum Beispiel 1976 die erste Osnabrücker Städtebotschafterin in Derby gleich dort - ihre Kollegin aus Derby wiederum zog es vor, auch nach Ende ihrer Amtszeit als Städtebotschafterin in Osnabrück zu wohnen.