Explosion an Edathys Büro: Böller, keine Bombe
Der Bürobriefkasten des Politikers war vor wenigen Tagen explodiert. (09.10.2012) mehr
Die Polizei warnt eindringlich vor Basteleien mit Feuerwerkskörpern. (Themenbild)
Tagelang bangten die Ärzte um seinen Zustand: Nun steht fest, dass der Junge, der am vergangenen Freitag bei der Explosion eines Sprengkörpers in Meppen schwer verletzt worden war, das Unglück überleben wird. Der Zwölfjährige aus den Niederlanden war im Gesicht von einem Metallsplitter getroffen worden und schwebte in Lebensgefahr. Nach Auskunft der Ärzte seien keine bleibenden Schäden zu befürchten, teilte die Polizei am Donnerstag mit.
Jedes Jahr warnt die Polizei aufs Neue vor der Bastelei mit Feuerwerkskörpern - und jedes Jahr ereignen sich erneut schwere Unfälle. Der Zwölfjährige wurde das Opfer einer verhängnisvollen Bastelaktion von fünf Männern auf einem Schrottplatz in Meppen. Einer der Männer ist der Vater des Jungen. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten die fünf Männer im Alter zwischen 42 und 56 Jahren den Sprengkörper aus handelsüblichen Feuerwerkskörpern und einem Gusseisenrohr gebaut. Durch die Wucht der Explosion wurden Eisensplitter meterweit geschleudert. Der verletzte Zwölfjährige wurde zunächst ins Krankenhaus nach Meppen gebracht und später mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik ins niederländischen Groningen geflogen.
Die Polizei ermittelt gegen die Männer unter anderem wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Mit Blick auf selbst gebastelte Feuerwerkskörper warnte ein Polizeisprecher erneut. Solche Sprengkörper seien extrem gefährlich und könnten auch ohne Metallummantelung zu schwersten Verletzungen führen.