Dieses Thema im Programm:
Die Johannes-Grundschule Spelle bekommt einen neuen Pausenhof.
Fahrradständer sind aus ihrer Verankerung gerissen, Fußballtore umgekippt, die Erde aufgewühlt: Es sieht aus, als hätte ein Tornado auf dem Pausenhof der Grundschule Spelle gewütet. Doch das Chaos ist gewollt - zumindest übergangsweise. Denn es schafft die Grundlage für die Freiluft-Klassenzimmer, die hier bis Sonntag entstehen sollen. Der Zeitplan ist ambitioniert. Erst am Donnerstagabend haben die 50 freiwilligen Helfer der Landjugend mit der Arbeit begonnen. Sie machen bei der deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Katholischen Jugend mit, an der allein im Bistum Osnabrück mehr als 4.000 Jugendliche teilnehmen.
Sie schaufeln, streichen und baggern: Die Landjugend Spelle ist drei Tage lang in unermüdlichem Einsatz. Die rund 50 Jugendlichen sanieren den Pausenhof der Johannes Grundschule.
Die Aufgabe der Helfer in Spelle ist technisch kompliziert und arbeitsintensiv. Die Hauptaufgabe sind zwei Freiluft-Klassenzimmer, Open-Air-Räume, eingefasst in grüne Bepflanzung und versehen mit unterschiedlichen Naturmaterialien wie Holz und Naturstein. Hier sollen die Schüler in den Sommermonaten in und mit der Natur lernen. Auch ein neuer Bolzplatz soll entstehen. Dafür muss aber zunächst der alte, rund 500 Quadratmeter große Fußballacker mit frischem Boden gefüllt und begradigt werden. Erst dann wird Rollrasen verlegt. Die Landjugend um ihren Vorsitzenden Sebastian Arning ist davon überzeugt, bis Sonntagnachmittag mit ihrem Projekt fertig zu werden.
Rund 30.000 Euro kosten die Materialien, die in Spelle verbaut werden. Sachspenden und Geldspenden decken mehr als die Hälfte, den Rest trägt die Gemeinde. Für einen solchen Betrag hätte die Schule niemals einen so schönen Pausenhof bekommen, sagte Pfarrer Johannes Wübbe. "Das Engagement der jungen Leute hier ist einfach phänomenal." Wenn die Arbeiten am Sonntag geschafft sind, steigt ab 17 Uhr das große Eröffnungsfest.