Hintergrund: Die Feuerwehr im Einsatz
Welche Ausrüstung nutzen die Brandbekämpfer? Alle Infos in der Bildergalerie.
Bildergalerie starten
In dem Schweinestall in Lähden waren etwa 1.800 Tiere untergebracht.
Die Eiseskälte hat der Feuerwehr im emsländischen Lähden bei einem Großeinsatz massive Schwierigkeiten gemacht: In der Nacht zu Dienstag ist in einer Stallanlage für Schweine ein Feuer ausgebrochen. Und da die Hydranten eingefroren waren, kamen die Retter zunächst nicht an das Löschwasser.
In dem Maststall waren etwa 1.800 Schweine untergebracht. Hunderte der Tiere kamen in den Flammen ums Leben. Nur rund 350 der Tiere konnte die Feuerwehr am Morgen retten. Diese werden nun aber größtenteils wegen schwerer Rauchvergiftung notgeschlachtet. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt. Es enstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro, so die ersten Schätzungen der Polizei.
Sechs Feuerwehren waren vor Ort, um den Brand zu löschen. Die Besitzer hatten den lichterloh brennenden Stall am frühen Morgen bemerkt und die Einsatzkräfte gerufen. Diese schafften es, ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohnhaus zu verhindern. Bei minus 18 Grad waren allerdings die Hydranten eingefroren und mussten zunächst mit einem Brenner aufgetaut werden. Schläuche froren ein und platzten, teilweise musste das Löschwasser angeliefert werden.
Als das Wasser dann da war, löschte es zwar die Flammen, gefror aber sofort, sodass fast der komplette Einsatzort mit Glatteis überzogen war. Das Wasser floss auch teilweise auf die Landesstraße 65, die deshalb bis in die frühen Nachmittagsstunden gesperrt bleibt. Eine Umleitung ist vor Ort ausgeschildert.
Die Feuerwehr ist nach wie vor mit sogenannten Nachlöscharbeiten beschäftigt, die Polizei wird vermutlich erst am Nachmittag das Gebäude betreten können. Die Brandursache ist noch nicht bekannt.