Radkappen-WM
Von Reifenwechseln hat Arne Waack keine Ahnung. Aber Radkappen kann er ab sofort werfen. Arne macht mit bei der Radkappen-Weitwurf-Weltmeisterschaft in Meppen.
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"Opa Anton" ist bereit für die Radkappen-WM.
Wenn es um Sport und Spaß geht, sind der Fantasie für neue Disziplinen offenbar keine Grenzen gesetzt. Ob Hockey unter Wasser, Baumstamm-Werfen oder ein Tennismatch mit Bratpfanne - in manchen skurrilen Sportarten werden sogar Weltmeisterschaften ausgetragen. So auch im Radkappen-Weitwurf. Dabei geht es am Wochenende darum, 14-Zoll-Kunststoffradkappen von Autoreifen möglichst weit zu werfen und die Rekordmarke von mehr als 40 Meter zu knacken. Austragungsort des schrägen Wettkampfes ist das emsländische Meppen.
Mindestens eine Werferin pro Team ist Pflicht: (v.l.) Stefan Hüsers, Franz Hensen und Anne Buchholz.
Den Organisatoren Stefan Hüsers und Franz Hensen kam die Idee zu diesem Wettbewerb bei einem Kneipenbesuch: Sie wollten mit einem Event eine Mischung aus Sport- und Volksfest schaffen und dabei Jung und Alt ansprechen. Zur diesjährigen fünften inoffiziellen Radkappen WM auf der Meppener Schülerwiese treten 120 Teilnehmer in 40 Teams gegeneinander an. Mitmachen kann jeder. Um die Frauenquote zu garantieren, muss allerdings in jedem Dreier-Team mindestens ein Mädchen oder eine Frau vertreten sein. In den vergangenen Jahren waren Radkappen-Werfer aus den Niederlanden, Frankreich und England mit am Start. Es werden bis zu 1.000 Besucher erwartet.
Kurz vor Start der WM wird noch an der Technik gefeilt. Es gilt, den Rekord von 40 Metern zu knacken.
Wer um den Meistertitel kämpfen will, muss keine eigenen Wurfgeräte mit nach Meppen bringen: Die Radkappen werden vom Veranstalter gestellt. Schon jetzt trainieren einige Mannschaften für das Ereignis, unter ihnen der Plattdeutsch sprechende Komiker "Opa Anton" alias Marco Strodt-Diekmann mit seinem Team "De Tuffelkrinthen". Die Seniorenmannschaft "De olden 70er" sind schon seit drei Jahren dabei.