Was haben eine Automarke und ein Terrornetzwerk gemeinsam? - Eigentlich nur den Namen. Doch Oldtimer-Freunde müssen sich immer öfter rechtfertigen, wenn sie mit ihrem NSU unterwegs sind.
So wie Christa Temme aus Hilter. Ihr T-Shirt mit der Aufschrift "NSU-Freunde Bramsche" trägt sie in der Öffentlichkeit nicht mehr.
Auch ihr Mann Wilfried ist leidenschaftlicher Oldtimer-Fahrer. Die Automarke mit den drei Buchstaben sorgt bisweilen für Missverständnisse.
Mit den diversen Fanartikeln des Herstellers verlassen die Temmes nicht mehr das Haus.
Zu groß ist die Gefahr, dass sie auf der Straße für Symphatisanten des Nationalsozialistischen Untergrunds gehalten werden.
Jens Rüter und seine Frau haben wegen des Hissens einer Flagge des Automobilsherstellers schon Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Besorgte Anwohner hatten die Beamten alarmiert.
Auch Rüters besitzen eine große Sammlung von Fanartikeln. Sogar NSU-Wein steht bei ihnen im Regal.
Bis Ende der 1960er-Jahre produzierten die NSU Motorenwerke neben Fahrrädern und Motorrädern ihre Pkw. Der Firmenname leitet sich vom Standort Neckarsulm ab.
Der Motor befindet sich im hinteren Teil des Fahrzeugs.
Genügend Stauraum gibt es unter der "Motorhaube".