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Rückschlag für Gegner von "Nordhorn Range"

Bombenabwurfplatz Nordhorn Range © picture-alliance/ dpa Fotograf: Friso Gentsch Detailansicht des Bildes Die Bundesregierung wird den Fall "Nordhorn Range" nur prüfen. (Archiv) Seit Jahrzehnten kämpfen Kommunen und eine Bürgerinitiative beharrlich gegen den Luftwaffenübungsplatz "Nordhorn Range". Ihre Hartnäckigkeit müssen sie sich auch weiterhin bewahren. Denn die zuletzt erhoffte Unterstützung seitens der Abgeordneten im Bundestag wird ihnen verwehrt. Der Petitionsausschuss des Parlaments hat sich nicht für die Schließung der "Nordhorn Range" ausgesprochen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, einigte sich das Gremium mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen lediglich auf eine Prüfung des Falls durch die Bundesregierung. Das Verteidigungsministerium soll in sechs Monaten einen Bericht vorlegen, ob und wann der Übungsbetrieb eingestellt werden kann.

Landrat: "Hier muss nichts geprüft werden"

Friedrich Kethorn (CDU) ist Landratskandidat für die Grafschaft Bentheim.  Fotograf: Kai Steinkühler Detailansicht des Bildes Landrat Kethorn kann die Entscheidung der Parlamentarier nicht nachvollziehen. In Nordhorn zeigt man sich enttäuscht und verärgert. "Hier muss nichts überprüft werden, die Fakten sind eindeutig", sagte der Landrat in der Grafschaft Bentheim, Friedrich Kethorn (CDU). Er warf dem Petitionsausschuss Ungleichbehandlung vor. Denn schließlich hatte sich der Ausschuss 2009 mehrheitlich gegen das "Bombodrom" in Brandenburg ausgesprochen - ebenfalls ein Luft-Boden-Schießplatz.

Ausschuss: Keine Gefahr durch Nähe zum AKW

Der Petitionsausschuss sieht die Bedingungen im Fall Nordhorn allerdings etwas anders: Seit 2001 sei die Zahl der Übungsflüge deutlich reduziert worden, heiß es. Und für die Wochenenden, an Feiertagen und während der Hauptferien gelte ein Flugverbot.

Zuletzt hatten die Menschen in der Region vor allem die Nähe des Übungsplatzes zum Atomkraftwerk (AKW) Lingen als Gegenargument angeführt. Sie fürchten, dass ein Kampfjet auf das AKW stürzen könnte. Die Parlamentarier hingegen glauben, dass das AKW Lingen zu den am besten gegen einen Flugzeugabsturz gesicherten Kernkraftwerken gehöre. Ein völlig risikofreier Zustand sei generell nicht erreichbar.

Neuer Versuch vor Gericht?

Landrat Kethorn will sich noch nicht geschlagen geben. Der Landkreis, einige Kommunen und die Bürgerinitiative prüfen derzeit, ob sie erneut vor Gericht ziehen. Im vergangenen Jahr waren sie mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück gescheitert. Auf jeden Fall werde der politische Kampf weitergehen, so Kethorn.

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Ein Bundeswehr-Major beobachtet das Gelände des Bombenabwurfplatzes Nordhorn. © dpa Fotograf: Friso Gentsch
 

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