Sonntagsumzug beim Dammer Karneval
Waren Sie auch am Sonntag beim Dammer Karnevalsumzug dabei? Dann finden Sie sich hier vielleicht in unserer Fotogalerie vom größten Festumzug in Nordwestdeutschland wieder.
Bildergalerie startenIn Damme im Landkreis Vechta haben die Narren am Montag das Rathaus gestürmt. Zu dem Empfang kamen Hunderte Gäste, darunter auch zahlreiche Abgeordnete, Landräte und Bürgermeister der Region. Ehrengast war der Ammerländer Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU), der in seiner Rede auf die Parallelen zwischen Politik und Narrentum verwies. Im Anschluss starteten die Karnevalisten zu ihrem Rosenmontagsumzug, der in Damme traditionell eine Woche früher als in den anderen Karnevalshochburgen stattfindet. Dabei schlängelten sich 200 meist aufwendig gestaltete Motivwagen und rund 8.000 Mitwirkende durch die Straßen der 16.000-Einwohner-Stadt.
Dass der Umzug auch in diesem Jahr am Montag stattfindet, war lange Zeit fraglich. Denn viele Narren hatten sich für eine Verlegung auf Sonnabend ausgesprochen. Ende Dezember entschied sich die Mehrheit der Carnevalsgesellschaft von 1614 jedoch dafür, die traditionellen Termine beizubehalten. Das schlechte Wetter lockte am Montag zwar deutlich weniger Besucher als am Vortag an, dennoch feierten die Dammer ausgelassen. Am Sonntag waren nach Schätzungen etwa 25.000 bis 40.000 Feierlustige gekommen.
Der Dammer Karneval hat eine lange Tradition und einen kuriosen Ursprung. Der ungwöhnliche Termin geht nämlich auf einen Streit mit der katholischen Kirche zurück. Um dem närrischen Treiben Einhalt zu gebieten, soll der Bischof von Münster im Jahr 1892 verfügt haben, dass an den Fastnachtstagen 40 Stunden lang gebetet werden soll. Daraufhin beschlossen die Dammer kurzerhand, ihren Karneval eine Woche früher zu feiern. Bereits jetzt freuen sich die Jecken auf das kommende Jahr: 2014 wird der "Carneval in Damme" 400 Jahre alt.