AKTUELLES AUS DER REGION
  • Niedersachsen Regionen Niedersachsen Hannover Heide Osnabrück Oldenburg Harz
    Möglichkeit zur Auswahl der Region
 

Startschuss für Islam-Institut in Osnabrück

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat am Dienstag den Startschuss für das Zentrum für Islamische Theologie der Universitäten Osnabrück und Münster gegeben. Bei dem Festakt im Münsteraner Schloss sagte Schavan: "Wir wollen dazu beitragen, dass die vier Millionen Muslime, die in Deutschland leben, in unserer Gesellschaft beheimatet sein können." Zudem sprach sich die Ministerin noch einmal für die gewählten Standorte aus. Diese wiesen eine langjährige und passende Tradition auf: Osnabrück für Religionspädagogik und Münster für Religionswissenschaft und Theologie. Das Zentrum soll in Zukunft sowohl Islamwissenschaftler als auch Lehrer und Religionsgelehrte für Moscheen ausbilden.

Größtes Islamiches Zentrum bundesweit

Bachelor- und Lehramtsstudenten können an dem Zentrum ab diesem Wintersemester die Fächer Islamische Religion und Islamische Theologie studieren. Es ist das größte von insgesamt vier Zentren für Islamische Theologie, die mit rund 20 Millionen Euro von der Bundesregierung gefördert werden. Die weiteren Standorte der Islamischen Zentren sind Tübingen, Frankfurt-Gießen und Erlangen-Nürnberg.

Ausbildung für Lehrer, Wissenschaftler und Imame

47 Studenten beginnen ihr Studium an dem neuen Institut. Zehn davon belegen das Fach "Islamische Religion". Damit können sie später an Grund-, Haupt- und Realschulen islamischen Religionsunterricht geben. Die meisten Studenten haben sich aber für das Fach "Islamische Theologie" eingeschrieben, zu dem beispielsweise Vorlesungen und Seminare zur Geschichte des Islam, zur Koranexegese und Arabischkurse gehören. Diese fachspezifische Ausbildung ist für die Universität Osnabrück sehr wichtig. Man brauche dringend Leute, die in der Wissenschaft tätig sind, sagte ein Sprecher der Hochschule.

Seit 2010 bildet die Uni Osnabrück zudem Imame in deutscher Sprache aus.

Hoher Besuch zur Eröffnung

Zur offiziellen Eröffnung des Instituts in Osnabrück kamen Niedersachsens Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Rahmi Yaran, der Großmufti von Istanbul. "Das wird ein großer Tag für Deutschland und ein großer Tag für den Weltfrieden", sagte der Direktor des Osnabrücker Instituts Bülent Ucar im Vorfeld. Seit Mittwoch besuchen die Studenten nun die Vorlesungen. Insgesamt stehen dem Institut für Islamische Theologie in den kommenden Jahren rund 6,6 Millionen Euro zur Verfügung.

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/emsland/islam195.html
Links

Link zum Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Link in neuem Fenster öffnen