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Osnabrück: VW fährt sein Ein-Liter-Auto vor

Von oben soll es ein bisschen aussehen wie ein Delfin, zudem ist es leicht und ungewöhnlich flach: das erste Ein-Liter-Auto von Volkswagen. Am Donnerstag hat Europas größter Autobauer den Wagen in Osnabrück vorgestellt. Hier soll das Model XL1 künftig am ehemaligen Karmann-Standort vom Band laufen. Eine Massenproduktion ist allerdings nicht geplant. Pro Jahr sollen später maximal 500 Autos produziert werden, schätzen Experten.

Piëchs Ideen fließen mit ein

Um den besonders niedrigen Verbrauch von 0,9 Litern auf 100 Kilometer zu erreichen, erhält der XL1 eine besondere Form und Ausstattung. Er ist flacher als ein Porsche, hat Flügeltüren und verkleidete Hinterräder. Zudem sitzt in der hochentwickelten Karosserie aus Kohlefaser der Beifahrer versetzt hinter dem Fahrer - eine Idee des VW-Firmenpatriarchen Ferdinand Piëch. Nur knapp 800 Kilogramm bringt der XL1 auf die Waage. Angetrieben wird der Schwingtürer mit Plug-In-Hybrid-Technik aus einem Zweizylinder-Dieselmotor (48 PS) und einem Elektromotor (27 PS). Die Batterien können auch an der Steckdose aufgeladen werden (Plug-In) und reichen nach Angaben von VW für eine Strecke bis zu 50 Kilometern. Die Spitzengeschwindigkeit des Ein-Liter-Autos liegt bei 160 Stundenkilometern.

Zunächst nur eine Kleinserie mit 50 Fahrzeugen

Bei der Präsentation zeigten sich die 1.900 VW-Mitarbeiter stolz darüber, dass der XL1 größtenteils am Standort Osnabrück entwickelt wurde. Bis September sollen 50 Exemplare gebaut werden. Dann werde man überprüfen, wie groß die Nachfrage ist, sagte der Leiter der Osnabrücker VW-Niederlassung, Ludger Teeken. Die Kosten für das Ein-Liter-Auto werden auf 50.000 bis 100.000 Euro geschätzt. In den regulären Verkauf kommt das Hightech-Auto aber erst mal nicht: Nur ausgesuchte Kunden in Deutschland und Österreich sollen die Fahrzeuge leasen können.

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