Stand: 10.06.2011 16:12 Uhr
Dom-Uhu: Vom "Mönch" zum Familienvater
Die Küken des Uhu-Pärchens vom Osnabrücker Dom sind flügge.
Ein paar Wochen lang hatte das Uhu-Männchen "Franz-Josef" am Osnabrücker Dom im Frühjahr ein wahrhaftes Mönchs-Dasein geführt. Doch abfinden wollte er sich damit nicht. Und so schallte sein klagender Ruf über die Stadt. Sein Werben hatte schließlich Erfolg. Das Weibchen "Josefine" folgte seinen Rufen. Das Uhu-Pärchen fing an zu balzen und bekam schließlich Nachwuchs. Mitte Mai schlüpften zwei Küken - Martha und Maria - im Nest im Dom-Innenhof.
Uhu-Küken erobern den Osnabrücker Dom
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Sie sind wieder da: Uhus in Niedersachsen. Dieses Exemplar lebt am Osnabrücker Dom.
Und damit hat der Osnabrücker Dom eine neue Attraktion. Auch die Hoffnung der Osnabrücker, dass es bei den beiden Uhus bald Nachwuchs gibt, hat sich erfüllt...
Große Freude bei "Franz-Josef": Eine Dame ist dem Lockruf des Osnabrücker Uhu-Männchens gefolgt.
Vorher hatte er allein auf dem Gemäuer des Doms gesessen.
Doch dann erschien "Josephine".
Auf einem Fenstersims des Osnabrücker Doms macht die Uhu-Dame es sich gemütlich.
Sie scheint sich auf ihrem neuen Ansitz auf dem Osnabrücker Dom wohl zu fühlen.
Seit Mitte Mai hat das Uhu-Pärchen nun auch Nachwuchs. Herzlichen Glückwunsch!
Eines der Küken traut sich sogar schon, die Umgebung zu erkunden.
Neugierig beobachtet es das Geschehen um sich herum.
Küken "Maria" ist da noch etwas schüchterner und bleibt lieber auf dem Dach.
Auch das Futter möchte es sich noch nicht alleine suchen müssen.
Der Schrei war erfolgreich: Schnell bringt Papa Uhu das Abendessen vorbei.
Zahlreiche Federn und Kothaufen rund um den Dom zeugen von dem Glück der kleinen Familie.
Doch Domküster Rolf Beßmann freut sich, trotz der zahlreichen Hinterlassenschaften, über den gefiederten Besuch.
Besucher und Hobbyfotografen bestaunen täglich die Alt- und Jungvögel und halten die besonderen Einblicke in ihr Alltagsleben mit der Fotokamera fest.
Besucher und Hobbyfotografen bestaunen täglich die Alt- und Jungvögel und halten die besonderen Einblicke in ihr Alltagsleben mit der Fotokamera fest.
Abends ist Fütterungszeit
Die beiden Jung-Uhus Martha und Maria kuscheln sich an der Dachrinne aneinander.
Mittlerweile sind die Jungvögel sogar flügge. Die beiden haben das Nest inzwischen verlassen, machen den Dom-Innenhof unsicher. Martha und Maria hüpfen auch schon mal auf dem Dom-Friedhof von Grabstein zu Grabstein. Abends, zur Fütterungszeit kommt richtig Leben in den Dom-Innenhof. Dann bekommen die Jungvögel von ihren eigentlichen nachtaktiven Eltern Mäuse oder Tauben gereicht. Die Uhu-Eltern versorgen ihre Jungtiere in den ersten fünf Lebensmonaten mit Futter. Danach sind die Jungen auf sich allein gestellt.
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Zwei Uhu-Jungen sorgen gerade für "Medienrummel" in Osnabrück. Vor vier Wochen war das Uhu-Männchen "Franz-Josef" aus dem Dom noch Junggeselle, jetzt hat er eine Familie.
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Hans-Detlev Kampf macht seit 40 Jahren Tierfotos. Die Uhufamilie im Osnabrücker Dom besucht er fast täglich mit seiner Kamera. NDR.de begleitet ihn zum "Fotoshooting".
Video starten (01:30 min)
Mit der Kamera auf Uhu-Jagd
Das Franz-Josef und seine Familie locken jede Menge Schaulustige an, die es sich nicht entgehen lassen wollen die Greifvögel und ihre Jungtiere aus der Nähe zu beobachten. Denn in freier Natur ist das nicht so einfach möglich. Viele Hobby-Vogelkundler verbringen Stunde um Stunde im Dom-Innenhof und beobachten und fotografieren die Tiere, zum Beispiel, wenn sie auf der Dachrinne des Domes sitzen.
Nächstes Jahr kann es Uhu-Männchen Franz-Josef bei der Suche nach einem Brutplatz entspannter angehen lassen, denn die Tiere nutzen gut geeignete Standorte häufig über mehrere Generationen.
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14.06.2011 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen
Viele Hobby-Vogelkundler verbringen Stunde um Stunde im Dom-Innenhof und beobachten und fotografieren die Tiere. In freier Natur sind die scheuen Uhus nicht so einfach zu knipsen.
Video starten (02:43 min)